Diamond Atelier – Neupositionierung mit Mark II

Es war in den letzten paar Monaten ruhig um Diamond Atelier geworden. Die Münchner Motorrad-Bauer erhielten E-Mails und Anrufe wie „bist du noch da?“ Oder „bist du bankrott gegangen?“. Aber die vorübergehende Stille war nur eine Nebenwirkung für das, was wirklich los war.

Ende 2016 sahen sie sich vor einer großen Herausforderung. Und es war nicht der Kundenmangel, im Gegenteil. Die Nachfrage nach den Produkten übertraf die Produktion, es gab lange Wartelisten. Veranstaltungen und Meetings mussten abgesagt werden. Das verstanden manche als arrogant und unhöflich. Genau das Gegenteil von dem, was Diamond Atelier bezweckte.

Die Zeit war gekommen, um zu entscheiden, welche Richtung von nun an eingeschlagen wird. Viele Bike-Bauer in der Szene versuchen, klein zu bleiben und Experten in ihrer Nische zu werden, was zum größten Teil sehr gut funktioniert. Aber Diamond Atelier beschloss, das Risiko auf sich zu nehmen und das Unternehmen zu erweitern.
Diamond Atelier wird immer seine einzigartigen „DA #“ bauen. Diese Projekte prägen die Marke. Gleichzeitig sollten aber Effizienz und Professionalität deutlich erhöht werden. So kam es zur Idee, eine kleine Reihe von kundenspezifischen Motorrädern zu starten.

Ein Serien-Bike wird schneller produziert, geeignet für eine größere Gruppe von Menschen und mit weniger Risiko in Bezug auf das Ergebnis. Mit dieser ersten Serie versucht Diamond Atelier, seine Produkte ansprechbarer zu machen, so dass mehr Menschen das Gefühl haben können, ein eigenes Motorrad zu besitzen und zu fahren.
Die erste, von Diamond Atelier entwickelte, benutzerdefinierte Motorrad-Marke heißt

The Mark II Series

Ursprüngliches Bike
Die Mark II Serie basiert auf einem BMW Monolever 247 Rahmen. Warum wieder BMW? Keine Experimente – Diamond Atelier ist Experte in Sachen BMW Luftkühler. Die Motoren sind variabel und individuell auf die persönlichen Vorlieben und Spezifikationen des Kunden zugeschnitten.

Industrielle Qualität
Diamond Atelier tat sich mit Jens Buchert, einem Ingenieur aus München, zusammen, der die Ideen in tragfähige Versionen für Industriepartner in Deutschland umwandelte. Industrielles CRP und GRP für die Karosserie und V4A2 für die Rahmenteile wurde verwendet.

All-in-One Design
Der nächste chronologische Schritt war die Schaffung des Designs. Dies gelang mit dem Motorrad-Designer Julian Weber an Bord. Es verfügt über eine zeitlose Form, sowie eine aggressive Haltung und eine tiefgehende Silhouette im echten Diamond Atelier-Stil.
Es war am wichtigsten, dass alle Komponenten des Bikes ein perfektes Bild ergeben: Die Länge der Gabeln kombiniert mit der Größe des Räder sorgt fürs perfekte Äußere. Der Kick-Down-Tail-Bereich harmoniert mit dem Tank. Der einseitige Auspuff reicht bis zum Rahmen zurück – genau in die Mitte der hinteren Nabe.

Leistung und Haltbarkeit

Die Mark II Serie ist kein Renn-Bike. Aber die Bikes sind mit schwarz eloxierten 53mm USD Gabeln in Kombination mit doppelten 320mm Bremsscheiben ausgestattet, die sich in 6 Kolben Tokico Bremssätteln drehen. Letzterer ist mit einer ABM-Radialbremspumpe über Stahl-geflochtene Bremsleitungen verbunden. Der Radsatz ist aus drei verschiedenen Bikes der BMW Familie zusammengesetzt.

Bei Bedarf werden die Motoren komplett umgebaut und die Getriebe zusammen mit den Antriebswellen überholt. Die umgebauten Vergaser werden mit dem jeweiligen Luftfilter und der kundenspezifischen Abgasanlage re-jetted – beide sind bei Bedarf straßenrechtlich zugelassen. Die komplett neue Elektronik arbeitet mit Komponenten von Kellermann und Motogadget sowie einigen benutzerdefinierten Goodies, die ausschließlich für diese speziellen Bikes produziert werden. Und wie immer mit der Elektronik: Je weniger Sie sehen, desto besser.

Personalisierungsoptionen
Der offensichtlichste Unterschied ist die kundenspezifische Lackierung. Natürlich ist jede einzelne Farbe handgemacht und einzigartig.
Andere Personalisierungsmöglichkeiten unterscheiden sich oft nur in Details, aber es sind diese Details, die es „eigen“ machen. Auf den vier vorgestellten Bikes hat Diamond Atelier wir drei verschiedene Lufteinlässe (geschlossener Filter, Podfilter und Ansaugtrichter), zwei Auspuffsysteme (zwei in zwei und zwei in einem), zwei Geschwindigkeitsmesser (digital und analog), zwei Radsätze (17″ Und 18″) und zwei Sitzoptionen (Einsitzer und Zweisitzer). Mit jeder Option geht das Bike in eine andere Richtung, z.B. die türkise R80 mit 18″-Rädern und Firestone Deluxe Champions ist ein perfektes Beispiel für einen entspannten und Retro-BMW-Stil, während die aggressive lila R100 mit 17″-Rädern und semi-Slick-Reifen das komplette Gegenteil eines entspannten Cruising-Bikes ist.