Techno Classica 2017

Zum 29. Mal fand in Essen die Techno Classica statt. Rund 1200 Aussteller präsentierten ihre Preziosen und alles was es rund um klassischen Automobile gibt. Darunter auch einige Hersteller, die mit ihrer Klassik-Abteilung die Brücke zu den Neufahrzeugen schlugen.
Die Anzahl der ausgestellten Fahrzeuge ist allerdings deutlich gesunken. Daraus resultierten auch mehr Platz und eine größerer Anteil an Ersatzteile-Händlern. Wie auf den vorhergehenden Oldtimermessen in Europa, war auch auf der Techno Classica der Anteil an sportlichen Rennfahrzeugen sichtbar gestiegen. Darunter auch echte Raritäten, wie der René Bonnet Aérodjet oder der Deutsch Bonnet, die beide an einem Stand zu sehen waren. Liebhaber echter Raritäten kamen dieses Jahr auf der Techno Classica auf Ihre Kosten.

Am Stand von Rolls Royce war der Silver Wraight mit Freestone & Webb Aufbau zu bestaunen. Ein absolutes Einzelstück ist der Volkswagen Typ 10 mit einer Sonderkarosserie von Stoll. Die Autostadt zeigte unterschiedlichste Modelle aus der Entwicklung des Designs unter dem Motto „Form follows Function“. Zu sehen war unter anderem der Bugatti Type 15 und der NSU Prototyp Porsche Typ 32.
Auf einer Drehscheibe stand der traumhafte Bugatti T57 C mit einer Gangloff Karosserie.
Gleich zwei Pegaso waren auf der Messe zu sehen. Am Stand von GTÜ war das Volkswagen Rometsch Coupé Lawrence zusehen. Ein Einzelstück.
Als ein besonderes Juwel präsentierte sich der formschöne Fiat 8V „Otto Vu“ mit einer Sonderkarosserie von Vignale.
Ein echter Hingucker war der Hudson Graet Eight von 1930, mit dem Rennfahrlegende Heidi Hetzer fast drei Jahre lang die Welt umrundete. Wer Glück hatte, konnte Heidi Hetzer persönlich antreffen. Klein aber fein präsentierte sich das kleine Goggomobil Cabriolet Einzelstück.

Einen beeindruckenden Messeauftritt zeigte die Volkswagengruppe. Die komplette Halle 7 auf der Oldtimermesse Techno Classica in Essen war auch in diesem Jahr ausschließlich den Konzern Töchtern Audi Tradition, Porsche Classic, SKODA Classic, Bugatti, Lamborghini, Bentley, Seat, der Autostadt und natürlich Volkswagen Classic vorbehalten.
Der Volkswagen Classic Auftritt stand in diesem Jahr unter dem Motto „Wow Inside“. Vier Modelle aus dem Volkswagen Classic Archiv repräsentierten dieses Motto auf eindrucksvoll. Von außen ist den Fahrzeugen ihre sportliche Leistungsfähigkeit kaum anzumerken, denn sie präsentieren sich mit Understatement als Wolf im Schafspelz.
Die Elektromobilität in ihrer Urform und die Forschungsentwicklung bildeten den zweiten Teil der Ausstellung unter dem Motto „Antrieb Zukunft“. Zu sehen war der allererste E Golf von 1980, die Studie „Nils“ von 2011 und der Citystromer, ein Versuchsprojekt das sich auch im Rennbetrieb bewährte.

Wer in seinem Wohnzimmer etwas in die Lüfte entsteigen möchte, konnte die Kanzel eines ehemaligen Transportflugzeugs erwerben.

In der Mitte der Messe befand sich die Sonderausstellung von Renn-Fahrzeugen, die einst in den fünfziger Jahren am Monaco Grand Prix teilgenommen hatten. Darunter der Maserati 250 F von Juan Manuel Fangio, der Silberpfeil, Ferrari Dino 246 F1, BRM Type 25, Cooper T45 oder auch der Ferrari 225 S mit Vignale Sportkarosserie.
Auch die Classic Abteilungen der Automobilhersteller zeigten einige Sonderausstellungen.
Audi Tradition widmete eine ganze Ausstellung dem Thema NSU.
Volvo feierte den 90. Geburtstag der Marke und zeigte einige Meilensteine aus der Firmenhistorie am Stand.
Ebenfalls 90 Jahre feierte Citroen. Daher zeigte der französische Hersteller drei automobile Meilensteine der Marke an ihrem Stand.