Hände weg von meinem Oldtimer – Sicherer Diebstahlschutz

Der Diebstahl von Oldtimern hat in den letzten Jahren in Deutschland deutlich zugenommen. 2015 stiegt die Zahl der Diebstähle im Vergleich zum Vorjahr um 68 Prozent. Besonders begehrt sind Modelle der Marken Mercedes, Porsche, Jaguar und Ferrari, doch auch die Brot und Butter Fahrzeuge rücken immer mehr in den Fokus der organisierten Banden. Die Täter sind mittlerweile keine Gelegenheits-Diebe mehr, sondern bereiten ihre Taten sehr gründlich vor. Daher sind herkömmliche Mittel, wie die Lenkradsperre, Radkralle oder auch der Nato-Knochen keine ausreichende Sicherung mehr, um dem Diebstahl vorzubeugen. Natürlich sollten diese Sicherungen weiterhin in erster Linie verwendet werden, denn es erschwert sicherlich das schnelle Zugreifen der Täter, doch als alleiniges Absichern sind diese Methoden längst nicht mehr ausreichend. Die Täter beobachten in der Regel die Oldtimer-Besitzer ganz genau, um auszukundschaften, wie und wann sie am besten zuschlagen können. Selbst in geschützte Hinterhöfen oder großen Tiefgaragen sind die Oldtimer nicht mehr sicher. Herkömmliche Alarmanlagen sind heutzutage wirkungslos, da diese zu oft ohne Grund losgehen und niemand mehr auf solche Alarm Hupen reagiert.

Der beste Schutz ist natürlich immer die eigene Beobachtung. Sollten Sie sehen, dass jemand immer wieder um ihr Fahrzeug schleicht, das Fahrzeug fotografiert und sich auffällig in der Umgebung umsieht, sollten Sie die Polizei informieren. Meistens fahren in diesem Zusammenhang auch Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen in der Straße auf und ab.

Aber wie verhindert man nun am besten, dass der geliebte Oldtimer gestohlen wird. Und was tut man, um das gestohlene Fahrzeug wieder zu finden?

Es gibt auf dem Markt mittlerweile einige Ortungssysteme, die sowohl präventiv eingesetzt werden können, als auch im Falle eines Diebstahls jederzeit die Ortung des Fahrzeugs zulassen. Manch ein Oldtimer Besitzer hat sich ein zweites Mobiltelefon mit einer Prepaid SIM karte zugelegt und lässt diese im Fahrzeug liegen. Sicherlich eine Lösung, doch muss man wissen, dass die organisierten Diebe mittlerweile fast jeden Trick kennen. Auch sie lesen Fachartikel und sehen sich den Markt ganz genau an. Mittlerweile verfügen sie über Störsender oder Geräte, die eingebaute GPS Ortungs-Systeme oder Mobiltelefone finden.

Ein sehr sicheres Ortungsgerät, das aber nur im Falle eines Diebstahls seine „Funktion“ aufnimmt, ist das Vodafone „Vehicle Defence System“. Es ist etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel und wird versteckt im Fahrzeug angebracht. Diesen Einbau übernehmen Spezialfirmen wie car-akustik-gruppe oder Caratec, denn der Einbau sollte so vorgenommen werden, dass dieses System ganz sicher auch nicht gefunden werden kann. Ein Vorteil ist, dass das System eine eigene Stromversorgung besitzt und somit auch in Fahrzeugen mit 6Volt Bordspannung oder Fahrzeugen mit Spannungsunterbrecher eingesetzt werden kann. Das Vodafone Defence System verfügt über ein duales Standortbestimmungssystem. Primär wird über ein GPS Signal die Position geortet, sollte dies nicht mehr möglich sein, da das Fahrzeug irgendwo versteckt steht, erfolgt eine Ortung über das GSM Signal durch eine Zelltriangulation.  Wieso sollte nun der Dieb selbst dieses System nicht orten und stilllegen können? Ganz einfach, das System ist völlig vom Bordnetz abgetrennt und befindet sich sozusagen in einem Schlafmodus. Einmal am Tag sendet das Gerät ein Signal. Daher findet natürlich ein Ortungsgerät dieses System nicht, solange kein Signal gesendet wird.

Stellt nun der Besitzer fest, dass sein Oldtimer gestohlen wurde, meldet er dies beim Kundenservice. Nun wird das Gerät aktiviert und sendet mehrere Signale. Eine entsprechende Telematikinfrastruktur beginnt nun, das Fahrzeug zu orten. Vodafone Arbeit in diesem Falle mit 44 Ländern zusammen und hat entsprechendes Fachpersonal in diesen Ländern, um das Fahrzeug mit Hilfe der ansässigen Polizei wieder zu beschaffen. Die Batterie sendet im Falle der Aktivierung etwa 1 Woche ein durchgehendes Signal. Das Gerät kostet etwa 239 Euro und 30 Euro der Einbau. Die Batterie des Gerätes hält ca. 2 Jahre. Danach muss das Gerät ausgetauscht werden und es fallen nochmals Kosten an. Rechnet man dies hoch, liegen die Kosten bei etwa 11 Euro im Monat. Im Vergleich zu anderen Ortungssystemen eher günstig, denn bei den meisten GPS Ortungssystemen fallen monatliche Grundgebühren an.

So zum Beispiel bei dem Ortungssystem TrackJack SR-6869BE 2.0 . Dieses System hat einen Anschaffungspreis von etwa 150 Euro, es kommen aber jährlich, je nachdem wie man dieses Ortungssystem verwenden möchte, noch mindestens 28 Euro hinzu. Ein Vorteil ist, dass kein Mobilfunkvertrag abgeschlossen werden muss, da dieser Tracker über eine integrierte Datenkarte sendet. Aber hier stellt sich auch folgende Frage, ist das System von der Polizei anerkannt und wollen Sie wirklich alleine losziehen, um ihr Fahrzeug aus einer Garage einer Diebesbande zurückzuholen?

Natürlich können Sie sich auch einfachere Hilfsmittel in den Oldtimer einbauen oder zum Beispiel sogenannte Hunde und Katzen Ortungssender im Oldtimer lassen, während Sie ihn kurz an der Straße abgestellt haben. Doch für eine Längerfristige Sicherheit sollten Sie auf eine sicheres System wie das Vehicle Defence System von Vodafone zurückgreifen. Übrigens bietet zum Beispiel die Belmod Versicherung vergünstigte Prämien an, wenn dieses Ortungssystem im Oldtimer verbaut ist.

 

System Übersicht:

Vodaphone Defence System   einmalig 239 Euro zuzüglich 30 Euro
– muss nicht ans Bordnetz angeschlossen werden.
– Batterie hält 24 Monate
– nicht zu orten im Schlafmodus
– Flächendeckend in 44 Ländern abgedeckt.

 

TrackJack SR-6869BE 2.0   einmalig 147 Euro zuzüglich mind. 28 Euro/Jahr
– kostenloses Tracking in ganz Europa
– Ortung auf Karte
– Kein Mobilfunkvertrag notwendig
– eingebaute Batterie für ca. 8-10 Stunden

 

EbiTec Eco Flex 2  inmalig ca. 500 Euro zuzüglich SIM Karten Vertrag
– Geofencing
– Alarm Funktion wenn Fahrzeug bewegt wird
– Alarm bei Stromtrennung
– Funkloch Erkennung
– Ortung auf Google Maps
– Wird an Bordnetz angeschlossen.