Pop Art & Cars – James Francis Gill


Das Museum Art & Cars in Singen präsentiert seit 1. Juni 2017 eine neue Ausstellung. Wieder einmal wird die Kunst durch klassische Fahrzeuge faszinierend ergänzt. Die aktuelle Ausstellung „pop Art & Cars – James Francis Gill“ gilt derzeit als bedeutendste Museumsausstellung Europas. James Francis Gill wurde 1934 in Takoha/Texas geboren. Seine Werke prägten die US amerikanische Kunstszene der 60er Jahre. Seine Werke wurden zeitgleich mit Andy Warhol, Edward Hopper und Roy Lichtenstein ausgestellt. Allesamt prägende Künstler der Pop Art Szene. Gills Werk „Marilyn Triptych“ ist im Museum of Modern Arts in New York ausgestellt.
Die Ausstellung über James Francis Gill im MAC Museum zeigt eine umgreifende Zusammenstellung seiner sehr frühen Werke, die noch nie außerhalb der USA gezeigt wurden und auch das bislang größte Marilyn Monroe Portrait. Dieses Werk und ein Bild eines Silberpfeils malte Gill exklusiv für diese Ausstellung.
Als Ergänzung zur Kunst werden Fahrzeuge ausgestellt, die mit dem Leben Gills sowie seinem Herkunftsland in Verbindung stehen oder von ihm als Sujet gewählt wurden. Neben der amerikanischen Automobillegende Ford T ist auch eine Corvette C 1 zu sehen wie sie der Künstler selbst besaß. Zeitgleich fuhr Gills Freund, der Filmschauspieler John Wayne ein identisches Modell. Außerdem zu sehen ein pinkfarbener Ford Thunderbird passend zum Konterfei Marilyn Monroes. In einem Raum steht ein Volkswagen Käfer, der mit einer von Gill gestalteten Folie beklebt wurde.
Im Dunkelraum sind drei Indianpolis „Indy 500“ Rennwagen inszeniert. Der Lucenti, Kurtis Kraft und Mercedes Benz W154 sind zwar nie in einem Rennen gegeneinander angetreten, werden aber durch die Atmosphäre und die Bilder von Gill perfekt miteinander verbunden.
Erstmals wird eine Ausstellung im MAC Museum Art & Cars durch Motorräder ergänzt; mit der Marke Indian, als Sinnbild der amerikanischen Freiheitsliebe.
James Francis Gill´s Karriere war auf dem Höhepunkt, als er sich 1972 plötzlich in sein selbst auf erlegtes Exil zurück zog. Er wollte nicht weiter den Zwängen des Materialismus ausgeliefert sein und sah sein Glück in der Einsamkeit. In den 80er Jahren beginnt Gill neben seinem Beruf als Architekt wieder mit der Malerei. Sein Stil verändert sich deutlich, denn er verwendet ab 1987 Computer und Drucker als Hilfsmittel für seine Werke. Gill´s Werke werden immer mehr zu politischen Statements.
2010 beginnt Gill eine neue Phase seiner Kreativität. Er besinnt sich wieder stärker auf die Darstellung seiner klassischen Pop Art Malerei und schafft zahlreiche neue Bilder von Marilyn Monroe, die einen besonderen Fokus in seinen Darstellungen bildet. Gill arbeitet immer mehr mit Montage-Effekten, die er zuvor am Computer festlegt. Diese Technik nennt er selber „Metamage“ oder „Mixed Media“. Es entstehen etliche Werke, die abstrakt und fast schon surreal anmuten.