50 Jahre Mercedes-AMG im Rennsport

177 Rennsiege, zehn Fahrer-, 13 Team- und sechs Herstellertitel – Mercedes-AMG ist die erfolgreichste Marke in der Geschichte der DTM. Die C-Klasse in ihren unterschiedlichen Modellgenerationen avancierte gleichzeitig zum erfolgreichsten Renntourenwagen der Geschichte. In der AMG Erfolgsbilanz steht ebenfalls die FIA GT Weltmeisterschaft, in der AMG in der Saison 1998 mit dem CLK GTR und dem CLK-LM jedes der elf Rennen gewonnen hat.

Seit 2012 ist AMG auch in der FIA Formel 1 ein Synonym für sportliche Höchstleistungen und große Erfolge. Von 2014 bis 2016 gewinnt das MERCEDES AMG PETRONAS Team dreimal in Folge die Konstrukteurs- und die Fahrer-Weltmeisterschaft mit Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Bereits seit 1996 stellt Mercedes-AMG das Safety Car und das Medical Car in der Formel 1.

Darüber hinaus engagiert sich die Marke erfolgreich im Kunden-Motorsport und gewinnt mit dem SLS AMG GT3 und dem AMG GT3 legendäre Langstreckenklassiker sowie zahlreiche Meistertitel.

• AMG wird 1967 von Hans-Werner Aufrecht und Erhard Melcher als „Ingenieurbüro, Konstruktion und Versuch zur Entwicklung von Rennmotoren“ in Burgstall gegründet. Die Buchstaben stehen für Aufrecht, Melcher und Großaspach – dem Geburtsort Aufrechts.

• 1971 wird AMG über Nacht bekannt: Der rot lackierte AMG 300 SEL 6.8 holt beim 24 Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps souverän den Klassensieg und erreicht im Gesamtklassement Rang zwei.

• Die Werksgründung in Affalterbach erfolgt 1976. In einer neu errichteten Halle entwickelt sich die Rennmotoren-Werkstatt weiter zum Hersteller von Sport-Limousinen und -Coupés.

• 1980 Clemens Schickentanz und Jörg Denzel gewinnen mit dem 276 kW/375 PS starken Mercedes-Benz 450 SLC AMG den Großen Preis der Tourenwagen auf der Nordschleife des Nürburgrings.

• 1988 Mercedes-Benz und AMG beginnen ihre offizielle Partnerschaft im Motorsport. Das Teamwork ist auf Anhieb ein voller Erfolg: Mit dem neu aufgebauten AMG-Mercedes 190 E 2.3-16 holen Johnny Cecotto und Danny Snobek sechs Siege. Hinzu kommen einige zweite Plätze von Roland Asch und Alain Cudini.
• Die Kooperation mit Mercedes-Benz startet im Jahr 1990. AMG entwickelt und fertigt ab 1991 sportlich ausgelegte Fahrzeuge von Mercedes-Benz.

• Mit dem C 36 AMG kommt 1993 das erste auf Basis des Kooperationsvertrags mit Daimler-Benz entwickelte Fahrzeug auf den Markt. Mit 5.000 verkauften Einheiten bis 1997 entwickelt er sich zu einem ersten Verkaufshit.

• 1994 Sensationeller Start der neuen AMG-Mercedes C-Klasse mit Sechszylindermotor: Der neue Rennwagen ist das Maß für alle Wettbewerber. Klaus Ludwig wird mit drei Siegen und vielen Podiumsplätzen auf Anhieb DTM-Meister. Jörg van Ommen wird Vizemeister. Fünf weitere Nummer-1-Positionen erringen Kurt Thiim, Bernd Schneider und Jörg van Ommen.

• 1996 Der C 36 AMG wird das erste „Official F1 Safety Car“ und „Official F1 Medical Car“ von Mercedes-AMG. Er begründet eine langjährige Tradition, die bis heute andauert.

• 1997 In der neu geschaffenen, internationalen FIA-GT-Meisterschaft locken reizvolle Herausforderungen. In nur 128 Tagen konstruiert das AMG Motorsport-Team einen vollkommen neuen Rennwagen für die GT1-Klasse. Als Fahrer können bewährte Kräfte wie Bernd Schneider und Klaus Ludwig gewonnen werden. Das Rezept geht auf: AMG gewinnt sechs Rennen und Bernd Schneider auf Anhieb die Meisterschaft. Fünf der ersten zehn Plätze belegen die Autos aus Affalterbach. Auch Ralf Schumacher, damals Formel-1-Neuling bei Jordan, steuert einmal diesen Silberpfeil, und zwar auf dem Circuit de Spa-Francorchamps.

• 2000 Die DTM erlebt als Deutsche Tourenwagen Masters ein glanzvolles Comeback. Wieder am Start ist auch AMG mit dem komplett neuen CLK-DTM auf Basis des neuen Coupés; am Steuer Bernd Schneider und Klaus Ludwig. Auf Anhieb entscheidet diese unschlagbare Kombination die Meisterschaft für sich. Bernd Schneider erringt sechs Siege, Klaus Ludwig gewinnt zwei Rennen.

• 2004 Die C-Klasse DTM löst den erfolgreichen CLK-DTM ab. Jungstar Gary Paffett wird Vizemeister. AMG und Mercedes-Benz belegen in der Team- bzw. Herstellerwertung jeweils den zweiten Platz.

• 2011 Mit dem SLS AMG GT3 beginnt der Einstieg in den exklusiven Kundenrennsport.

• 2013 Der SLS AMG GT3 gewinnt alle bedeutenden 24 Stunden Rennen: Dubai, Nürburgring, Spa-Francorchamps.

• 2014 Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team gewinnt mit Lewis Hamilton den FIA Formel 1-Fahrer-Weltmeistertitel und mit dem Mercedes F1 W05 Hybrid Rennwagen den Konstrukteurstitel. Zum ersten Mal seit Vergabe des Konstrukteurstitels 1958 ist damit ein deutsches Team siegreich. Teamkamerad Nico Rosberg wird Vizeweltmeister.

• 2016 Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team erringt zum dritten Mal in Folge den Weltmeistertitel der Konstrukteure, Nico Rosberg wird Fahrer-Weltmeister und Lewis Hamilton Vizeweltmeister.