Legende unterm Hammer

Das Auktionshaus Gooding & Company versteigert während des Pebble-Beach-Concours im August eine echte Renn-Legende: Der Porsche 917K mit der Chassis-Nummer 917-024 aus Steve McQueens Kultfilm „Le Mans“.

Seit 1950 beteiligte sich Porsche an den großen Ausdauerrennen der Welt wie den 24 Stunden von Le Mans, aber zum Sieg fehlte lange die richtige Maschine. Im Jahr 1969 kam der Durchbruch mit dem 12-Zylinder 917, weiterentwickelt zum 917K. Dieses Modell sollte fortan den internationalen Wettbewerb dominieren.

Die 917K Chassis 917-024, wurde 1970 in Le Mans als Testfahrzeug verwendet, Brian Redman und Mike Hailwood saßen am Steuer. Redman fuhr außergewöhnliche Rundenzeiten und zeigte, dass das Modell in der Lage war, das begehrte 24-Stunden-Rennen zu gewinnen. Nach den Test-Sessions in Le Mans, am Nürburgring und Ehra Lessien wurde 917-024 an die Schweizer Renn-Legende Jo Siffert verkauft, der das Auto wiederum 1971 an Steve McQueens Solar Productions vermietete. 917-024 wurde während der Produktion des „Le Mans“-Filmspekatkels als Kamerawagen genutzt und spielte auch im Film mit. Im gleichen Jahr verunglückte Siffert bei einem Rennen tödlich und 917-024 übernahm die traurige Aufgabe, die Beerdigungsprozession, an der 50.000 Menschen teilnahmen, anzuführen. Mitte der 70er Jahre wurde der Wagen dann an einen privaten Sammler in Paris verkauft.

Chassis 917-024 blieb für etwa 25 Jahre verborgen, bevor er im Jahr 2001 in einem Lager außerhalb von Paris spektakulär wiederentdeckt wurde.
Der 917 hat vor kurzem von einer außergewöhnlichen Restaurierung der Schweizer Spezialisten Graber Sportgarage profitiert. Heute präsentiert er sich aus einer privaten europäischen Kollektion. Der Verkaufspreis dieses außergewöhnlichen Wagens wird auf ca. 18 Millionen Dollar geschätzt.