Mehr als 300 historische Fahrzeuge beim Solitude Revival 2017

Beim diesjährigen Solitude Revival, das vom 21. bis 23. Juli 2017 auf der legendären historischen Rennstrecke bei Stuttgart stattfand, waren mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher. An der Start- und Zielgeraden wie auch am Glemseck hatten sie die Möglichkeit, die zahlreichen Demonstrationsfahrten der historischen Fahrzeuge und die Atmosphäre im Fahrerlager hautnah mitzuerleben.

Im Fahrerlager konnten die Besucherinnen und Besucher nicht nur die historischen Fahrzeuge bewundern, sondern auch Rennfahrerlegenden wie Hans Herrmann, Herbert Linge und Eberhard Mahle treffen, die alle in den 50er und 60er Jahren an Rennen auf der Solitude teilgenommen hatten und nun am Wochenende wieder mit dabei waren.

Ebenso zu Besuch war Hans-Joachim Stuck, der 1986 und 1987 mit einem Porsche 962 C das 24-Stunden-Rennen in Le Mans gewinnen konnte und dieses Fahrzeug nun auf der Solitude fuhr. Oder auch Jochen Maas, der einen Mercedes-Benz Typ S aus dem Jahr 1927 über den 11,7 km langen Rundkurs steuerte und den Kompressor des Weißen Elefanten, wie das Fahrzeug damals schon genannt wurde, regelmäßig zum Brüllen brachte.

Insgesamt waren mehr als 300 historische Fahrzeuge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie aus England, Frankreich und Norwegen mit dabei. Dazu gehörten auch einige, die tatsächlich schon auf der Solitude an einem Rennen teilgenommen hatten. Eines davon war der Brabham BT3, mit dem Jack Brabham am 28. Juli 1963 das Formel 1 Rennen auf der Solitude gewann.

Zu den Motorrädern mit Seitenwagen zählte unter anderem eine Norton Manx, die bereits 1960 auf der Solitude gefahren ist. Bei den weiteren Motorrädern und Gespannen bis Baujahr 1972 waren Marken wie BMW, DKW, Harley-Davidson, Horex, MV Agusta, NSU und Triumph vertreten. Zu den Renn- und Sportwagen bis Baujahr 1947 zählten neben Mercedes-Benz auch nahezu alle damals erfolgreichen Bugatti sowie Renn- und Sportwagen u.a. von Alfa Romeo, Aston Martin und Maserati.

Bei den Rennwagen und Prototypen von 1948 bis 1976 sowie den GT und Renntourenwagen von 1948 bis 1972 waren neben zahlreichen Fahrzeugen von Porsche und Mercedes-Benz auch Marken wie Abarth, Alfa Romeo, BMW, Cooper, Ferrari, Jaguar und Lotus mit dabei. Zu den Formel Rennwagen zählten neben Fahrzeugen der Marke Porsche unter anderem auch Brabham, Elva, Lola, Lotus und Veritas. Nicht zuletzt nahmen beim Corso Classico am Samstag und Sonntag mehr als 100 Straßenklassiker bis Baujahr 1987 teil.

Der Veranstalter, der Solitude Revival e.V., zeigte sich mit dem Ablauf und dem Interesse an der Veranstaltung sehr zufrieden. Der Verein besteht seit 2001 und hat derzeit rund 200 Mitglieder. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die historische Rennstrecke von Zeit zu Zeit wiederzubeleben und damit die Erinnerung an die legendären Rennen auf der Solitude wachzuhalten. Solitude Revivals finden üblicherweise alle zwei Jahre statt.

Fotos: ©Marvin R. Just

Fotos: ©Hans-Jürgen Brümmendorf

Fotos: ©Eberhard Strähle