Schloss Dyck: Highlights der Classic Days 2017

Zum 12. Mal fanden am ersten Wochenende im August die Classic Days auf Schloss Dyck statt. Und wieder strömten über 30.000 Besucher Richtung Jüchen, um schöne Oldtimer und das ganz besondere Flair dieses großen Auto-Festivals zu genießen.

Publikumsmagnet Nr. 1 war der Fiat S76, besser bekannt unter dem Namen „The Beast of Turin“. Mit mehr als 28 Liter Hubraum bei 4 Zylindern, Kolben so groß wie Putzeimern und einem Geschwindigkeitsrekord von 211 km/h – aufgestellt im Dezember 1913! In England wurde der Rekordwagen 10 Jahre lang originalgetreu restauriert und war nun erstmalig bei den Classic Days dabei.

Und auch hier wurde der 70. Geburtstag von Ferrari gefeiert: Sportwagenschmiede aus Maranello stellte ausgesuchte Modelle aus. Aus Italien angereist und einer der größten Sympathieträger der Classic Days war Arturo Merzario, Formel1-Star der 1970er Jahre und Niki Laudas Lebensretter bei dessen schweren Unfall 1976 (er zog ihn aus dem brennenden Wrack). Merzario fuhr in Erinnerung an Wolfgang Graf Berghe von Trips einen Ferrari 156.

Und noch jemand wurde in diesem Jahr 70 und auch das wurde gebührend gefeiert: Motorsport-Legende Walter Röhrl ging mit einem Audi Rallye quattro A2 aus dem Jahr 1984 an den Start und außerdem widmete ihm die Autostadt Wolfsburg eine extra Ausstellungsfläche. Röhrl war gemeinsam mit seinem früheren Co-Piloten Christian Geistdörfer vor Ort und schrieb fleißig Autogramme.

Formel 1 Geschichte präsentierte die MOTORWORLD Group in ihrem Hospitality-Zelt auf der Apfelwiese: Dort wurde Michael Schumachers erstes Weltmeisterauto, der Benetton Ford B 194-5 präsentiert, bevor er im Frühjahr 2018 ein festes Zuhause in der neuen MOTORWORLD Köln/Rheinland findet.

Auch Mercedes feierte Jubiläum, sogar zwei Mal. Zum einen 90 Jahre Sieg beim Eröffnungsrennen auf dem Nürburgring. „Karatsch“ Caracciola brachte 1927 den Rennwagen der Baureihe W06 auf den ersten Platz auf der berühmten Eifelrennstrecke. Zum anderen „90 Jahre Mercedes-Benz S-Typ“. Hier brachten die Stuttgarter einige der schönsten Wagen aus der Sammlung mit zum Schloss Dyck.

Weitere großen Name des deutschen Motorsports ließen es sich nicht nehmen ins Rheinland zu kommen: Hans-Joachim “Strietzel“ Stuck, Jochen Mass, Ellen Lohr, Karl Wendlinger und Bernd Mayländer waren vor Ort und selbst Weltumrunderin Heidi Hetzer bewegte ihren Hudson „Hudo“ noch einmal von Berlin nach Schloss Dyck.