Infinity Prototyp 9

Wie hätte ein elektrifizierter Rennwagen in den 1940er Jahren vielleicht ausgesehen – womöglich wie der neue Infinity Prototyp 9, den die Firma Infinity erstmals in Pebble Beach zeigt?

Die Idee zum Prototyp 9 entstand in einem Brainstorming des US amerikanischen Marketing Teams, woraus die Frage entstand, wie man sich eventuell ein Infinity Fahrzeug vorstellen müsse, das in Japan Jahrzehnte lang in einem Schuppen versteckt gewesen sei. Ein Rennwagen der allerdings auch straßentauglich wäre. Infinity Designer Alfonso Albaisa sollte zeichnerischen Input liefern. Eine Skizze oder vielleicht sogar eine Computeranimation. Im besten Fall ein sogenanntes Clay Model. Das Designteam rund um Albaisa begann sich in das Projekt zu stürzen und entwarf sogar ein Model des Entwurfs. Als dies die Geschäftsleitung von Nissan sah, zu dem Infinity gehört, waren sie so überzeugt von der Idee, dass das Modell als Prototyp umgesetzt werden sollte. Vor allem, weil bei Nissan Lehrlinge noch immer mit die traditionellen Handwerke erlernen sollen. So halfen am Ende drei der größten Abteilungen bei Nissan beim Bau des Prototyp 9.

Die Aluminium Haut des Rennwagen Models wurde handgefertigt. Es entstand ein sehr schönes Heck und eine sprungbereit wirkende Front. Handwerklich eine perfekte traditionelle Handarbeit. Auch das Fahrwerk wurde an die historischen Rennwagen Vorbilder angelehnt. Die Hebelstoßdämpfer aus der Vorkriegszeit wurden mit digital gesteuerten Motoren umgesetzt. Äußerlich erinnern sie an die historischen Vorbilder. Im Heck sitzt ein Elektromotor mit 120 kW. Im Boden des Fahrzeugs ein Lithium-Ionen Hochvolt Akkku mit 30kWh. Damit erreicht der Rennwagen die 100 km/H Marke in ca. 5,5 Sekunden. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit ist mit 170 km/h angegeben, womit der moderne Rennwagen durchaus mit den 40er Jahren Rennboliden mithalten kann. Doch sicherlich wird der Prototyp 9 niemals in den Renneinsatz kommen, denn es handelte sich lediglich um eine reine Marketing Maßnahme seitens Nissan und Infinity.