Ferarri Daytona Scheunenfund

Von über 1.200 Versionen von Ferrari’s leistungsstarken 365 GTB / 4 ‚Daytona‘, produziert von 1969-1973, wurden nur fünf leichte Aluminium Rennwagen für die 24 Stunden von Daytona gebaut. Darüber hinaus beauftragte Ferrari nur eine Straßenversion des Daytona mit einer Aluminium-Karosserie, von dem man dachte es gäbe es nicht mehr.
Fahrwerksnummer. 12653 ist etwa das 30. Fahrzeug in der Daytona Seriennummer Sequenz und hat die Scaglietti Karosserie Nr. 32. Anders als Fahrgestellnummer 12547 (die von Luigi Chinetti zur Ausführung der 24 Stunden von Le Mans beauftragt wurde), war dieses Fahrzeug das Einzige mit Daytona Standard-Spezifikationen und einer Aluminium Karosserie. Im Juni 1969 wurde dieser Daytona mit spezifischen Plexiglas-Scheinwerfern und elektrischen Fenstern ausgestattet, zusätzlich zu seiner maßgeschneiderten Aluminium-Karosserie, in Rosso Chiaro (20-R-190) lackiert und mit einem Nero (VM 8500) Leder Interieur. Im September wurde das Auto für den Einzelhandel an den Bologna-Händler Motor S.p.A. di Carla Allegretti ausgeliefert und später im gleichen Monat von Luciano Conti, dem Gründer und Herausgeber des Autosprint Magazins gekauft. Herr Contis Firma verkaufte den Ferrari im September 1970 an Guido Maran von Verona, der wiederum den Wagen einen Monat später an Carlo Ferruzzi von Ravenna verkaufte.
Im Juli 1971 wurde die italienische Registrierung des Daytona gelöscht und das Auto drei Monate später von einem japanischen Händler importiert. Chassis Nummer 12653 wurde dann 1972 in der Januar Ausgabe von Car Graphic, einem japanisches Enthusiasten Magazin vorgestellt. Im Mai 1975 wurde die Berlinetta von Goro Guwa aus Gifu in Japan gekauft, und gleich im April 1979 ging es an Tateo Ito aus Nagoya. Fast ein Jahr später wurde das Auto von Makoto Takai erworben, und er versteckte den Wagen für fast 40 Jahren in einer Garage.
Der Ferrari ist nun seit einiger Zeit in einem Scheunen-Fund Zustand und im Juni 2017 wurde durch Bewertung durch den Marken-Experte Marcel Massini durchgeführt. Er bestätigte die Vollständigkeit der Matching-Numbers von Motor, Transaxle- Getriebe und jeder Stanzungen, die der werkseitigen Datene entsprechen. Während die verschiedenen japanischen Besitzer eine Reihe von kleinen kosmetischen Modifikationen durchgeführt hatten, blieb 12653 im Großen und Ganzen bemerkenswert authentisch. Der Innenraum zeigt vor allem eine eindrucksvolle Originalität. Türverkleidungen, Sonnenblenden, Innenspiegel, Sitze, Teppichboden, Schaltknauf und Dachhimmel sind in einem guten Zustand. Herr Massini stellte ferner fest, dass die Aluminiumpaneele, die er untersuchte, mit den passenden Scaglietti-Nummerierungen versehen sind und dass das ursprüngliche Ersatzrad niemals benutzt wurde.
Der Tacho zeigt derzeit 36.390 Kilometer an, was vermutlich die tatsächliche Kilometrierung darstellt. Er könnte an Preservation Concours vorgestellt werden, oder durch einen Sammler komplett neu aufgebaut werden.