Grand Prix Carraciola

Prien am Chiemsee in Bayern war am 31. August wieder einmal Schauplatz des Starts der Rallye Grand Prix Carraciola. Rund 50 hochklassige Fahrzeuge sammelten sich in der Fußgängerzone von Prien. Darunter viele Vorkriegs Fahrzeuge. Um 17:00 Uhr starteten die Oldtimer zur Prolog Fahrt in Richtung Kufstein. Auf dem Firmengelände der Firma Viking absolvierten die Teilnehmer ihre erste anspruchsvolle Prüfung um danach mittels ihrem Bordbuch in Richtung Kitzbühel und wieder zurück zu fahren. Noch spielte das Wetter mit. Aber kaum waren alle Teilnehmer im Yachthotel in Prien zurückgekehrt, begann es zu regnen. Und es sollte bis Sonntag auch nicht mehr aufhören.

Der nächste Morgen begann mit einer Wertungsprüfung am Priener Hafen. Doch nicht alle Teilnehmer nahmen am Neustart teil, denn manche offenen Fahrzeuge waren bei einer solchen Witterung nicht geeignet. Tagesziel war die Fahrt auf den Großglockner. Eine echte Herausforderung bei 2,5 Grad Celsius am Berg, dichtem Nebel und starkem Regen. Dennoch wagten 38 Teilnehmer die strapazierende Fahrt zur Bergstation am Fischertörl. Unerschrockene Fahrer von Vorkriegsfahrzeugen wie einem Bentley oder BMW 328 mit lediglich einem Notverdeck nahmen die Fahrt zum Gipfel auf sich. Kurzfristig wurden die Fahrer am Pillersee für ihren Mut und die Ausdauer belohnt, denn die Sonne zeigte sich. Leider aber nur für wenige Minuten, bevor der Platzregen sich fortsetzte.

Auch am Sonntag zeigte sich das Wetter nicht von seiner besten Seite. Bei strömenden Regen ging es über Inzell in Richtung Salzburg. Das Teilnehmerfeld durfte auf den Salzburgring und 4 bis 6 Runden drehen. Der finale Zieileinlauf fand am Nachmittag in Traunstein statt. Leider ohne die erwarteten Zuschauer. Alle Teilnehmer erwartete aber dafür ein Glas Bier vom Traunstädter Hofbräu und ein Sonnenhut. Gesamtsieger des diesjährigen Grand Prix Carraciola wurde das Team Sutter und Wetter aus der Schweiz mit ihrem offenen Ford Model A von 1930. Sie sind die ganzen Tage ohne Dachgefahren und haben in der Gesamtwertung die wenigsten Strafpunkte eingefahren. Der Preis für die Sieger war ein Chronograph der französischen Uhrenmanufaktur B.R.M. Chronographs.