Hungaroring Classic 2017

Der Hungaroring schrieb Formel-1-Geschichte. Vor 31 Jahren öffnete er die Tore des Eisernen Vorhangs und am Wochenende zwischen dem 29. September und 1. Oktober zeigte sich die Strecke nochmals von ihrer besten Seite – sie war Gastgeber für den ersten Event für historische Fahrzeuge in Zentraleuropa.

Die ungarischen Zuschauer strömten in Massen auf die Strecke. Insgesamt kamen mehr als 20.000 Besucher. Einige davon am Steuer von Liebhaberfahrzeugen, die bisher nur selten bei Peter Auto-Treffen zu sehen waren. Modelle aus der ehemaligen UdSSR, wie ZAZ (Ukraine), Trabant (Ostdeutschland) sowie Moszkvics (Russland) und Pannonia (Ungarn) gaben dem unmittelbaren Umfeld der Strecke einen besonders exotischen Reiz. Und da war noch mehr. Viele Aussteller, Hersteller und Musik Bands verliehen der Party das zusätzliche Ambiente.

Das ungarische Spektakel wurde durch die Anwesenheit von 180 akkreditierten Journalisten begleitet, unter anderem von dem ungarischen Fernsehsender M4 Sport, der die Veranstaltung am Samstag und Sonntag mit 16 Kameras begleitete. Die Strecke war eine neue Erfahrung für die Fahrer in den sieben Startklassen, die Peter Auto über drei Tage verteilte.

Das zweistündige Sixties’ Endurance Rennen war für Samstag Nachmittag angesetzt. Mit sehr wenigen Geraden und vielen herausfordernden Kurven hatten die Fahrer ihre Arbeit mit der „Budapest-Achterbahn“ in dem 120 minütigen Rennen. Mehr als dreißig Autos waren dieses Rennen das größte Startfeld des Wochenendes. Auf der Pole Position startete eine AC Shelby Cobra. Das Steuer teilten sich Besitzer Claude Nahum und der ehemalige Le Mans-Rennfahrer Bernard Thuner. Unglücklicherweise hatte das Fahrzeug unterwegs einen Getriebeschaden, was Andrew Beverley ermöglichte, die Führung in seiner Cobra zu übernehmen.

Zu den spektakulärsten Startklassen des Peter Auto Events zählte der Heritage Touring Cup für Tin-Top-Tourenwagen der 1970er und 1980er Jahre. Sehr früh übernahm hier ein Escort die Führung, gefahren von Sean und Daniel Brown. Nach 20 Minuten endete ihr Rennen abrupt, als die linke Vorderachse des Escort kurz nach Einfahrt in die Boxengasse brach. Dies brachte ein Safety Car ins Spiel und nach dem obligatorischen Boxenstopp folgte ein spannender Kampf zwischen Steve Dance in einem Capri und Dominik Roschmann in seinem BMW 3.0 CSL. Schließlich wurde die Schlacht zugunsten des Letzteren entschieden, während Christophe van Riet in einem weiteren Capri den dritten Platz belegte.

Das längste Rennen dieser Veranstaltungen war das Classic Endurance Racing (CER 1), das vor vielen Jahren in zwei einstündige Rennen aufgeteilt wurde. Die ersten Fahrzeuge fuhren am Sonntagmorgen im CER 1-Rennen auf die Strecke. Martin O’Connell in Sandy Watsosn übernahmen im frisch restaurierten Chevron B19 die Pole Position. O’Connell wurde im Rennen nicht sehr gefordert. Den zweiten Platz belegte Emanuele Pirro, in Gianluca Rattazzis Alfa Romeo Tipo 33.

Das nächste Peter Auto-Rendezvous ist das Rennen Dix Mille Tours du Castellet, das letzte Rennen der Saison auf dem historischen Rennkalender von Peter Auto.