Dix Mille Tours du Castellet

Selbst der Mistral konnte nicht wirklich das Finale der Peter Auto Historic Racing Season 2017 stören. Tatsächlich war er eher ein adäquates Symbol für einen gerade boomenden Zweig im Motorsport.

Der Wind blies stark am Sonntag auf dem Castellet Plateau und zwang die Veranstalter, schnell zu handeln und die Zelte abzubauen, die normalerweise die Rennwagen der Peter Auto-Treffen schützen. Das war kein Prolblem da Letztere nicht wirklich ein Dach benötigten, da das dreitägige Meeting von großartigem Sonnenschein durchflutet war. In den Paddocks konnten Fans einige Stars wie Laury Thilleman (Miss France 2011) oder Emanuelle Pirro und Derek Bell (5-fache Gewinner der 24 Stunden von Le Mans) treffen. Sieben Startfelder mit insgesamt 10 Rennen waren im Aufgebot bei diem Rennspektakel und einige außergewöhnliche Wagen wie der turbinengetriebenen Howmet TX, zwei Ferrari 250 LM, ein Porsche 917 K, vier Alfa Romeo 33s und zwei Mercedes-Benz C11. Und das war noch nicht alles. Sieben Sessions für die Clubs und eine Jungfernfahrt der Autohersteller nach der anderen. Die Zuschauer konnten sich außerdem an einer Auswahl von Autos von den 1950er bis 2020er Jahren erfreuen – einen ersten Geschmack was auf uns zukommt, gab die Präsenz des künftigen Ford GT.

Ein Rückblick auf die Saison
So endete die Saison 2017 der Peter Auto-Series an diesem Wochenende auf einem hohen Niveau. Als die Zielflagge am Sonntagabend um 17.45 Uhr zum letzten Vorhang beim letzten Rennen sank, kam im ganzen Fahrerlager ein Gefühl der großen Zufriedenheit auf. In Spanien, Ungarn, Belgien, Italien und Frankreich genossen Zuschauer und Teilnehmer gleichermaßen die sechs Rennen im Kalender. Bereits 1984 hatte Patrick Peter die wachsende Begeisterung für historische Autorennen vorausgesehen, als er die brillante Idee hatte, die Kompetenzen seiner Agentur mit der Organisation des Grand Prix de l’Age d’Or auf dem Montlhéry-Circuit zu verbinden. Es war ein langer Weg! Um den heutigen Erfolg zu erreichen, hat Peter Auto ständig die Attraktivität seiner Veranstaltungen verbessert, wie es z.B. in der diesjährigen Einführung der Einsitzer mit der Euro F2 Classic bewiesen wurde – einem großen Publikumsmagneten in ganz Europa. Gegenwärtig bestehen die Startklassen aus etwa einem Dutzend Stammgästen und sollen 2018 wie mit dem Heritage Touring Cup weiter ausgebaut werden. Oder wie mit der Sixties’ Endurance, die 2010 bei der ersten Dix Mille Tours ins Leben gerufen wurde. Sieben Jahre später gibt es mehr Bewerber als Startplätze zur Verfügung stehen! Am Samstagabend wurde die maximal zulässige Anzahl von 83 Startnummern für das zweistündige Rennen erreicht, in dem Shelby Cobras, E-Type Jaguars, Chevrolet Corvettes, Lotus Elans, Porsche 911 und andere wunderbare Maschinen aus den 60er Jahren gegeneinander antraten.