Rallye Dakar

Das Abenteuer begann 1977. Thierry Sabine ging mit seinem Motorrad in der libyschen Wüste während der Rallye Abidjan-Nizza in der Wüste verloren. Nach dem Motto „Vom Sand gerettet“ kehrte er nach Frankreich zurück, fasziniert von diesen traumhaften Landschaften. Er hat sich selbst versprochen, dass er diese Entdeckung mit so vielen wie möglich teilenmöchte und setzte sich ein einziges Ziel: ein Maximum an Menschen an die Unermesslichkeit der Wüste heranzuführen .Dies führte ihn zu seiner außergewöhnlichen Reise mit Ursprung in Europa. Die Route führte nach Algier, bevor Sie Agadez durchquerte und schließlich nach Dakar führte. Der Plan wurde schnell Realität. Die Rallye Paris-Dakar eröffnete eine unbekannte neue Welt, wie sie ihr Schöpfer, der Pionier Thierry Sabine sie gesehen hatte. Sein Motto: „Eine Herausforderung für diejenigen, die sie fahren. Ein Traum für diejenigen, die zurückbleiben. “ Afrika, ein facettenreicher Kontinent, bot tatsächlich die perfektes Kulisse. Am 26. Dezember 1978 startete die erste Rallye Paris Dakar am Place du Trocadéro /Paris. Das war vor 40 Jahren …
Nachdem sie von Thierry Sabine inspiriert wurde, entwickelte sich die Rallye Dakar 30 Jahre lang in Afrika zu einer festen Größe, bevor sie nach Südamerika zog, wo sie seit fast 10 Jahren ihren Sitz hat. Sie hat Kontinente gewechselt und ist gewachsen, ist aber immer dem Konzept ihres Gründers treu geblieben. Die Rückkehr der Rallye Dakar nach Peru ist eine bleibende Erinnerung daran, dass vor sechs Jahren ein neues Kapitel in der Geschichte des Rennens eröffnet wurde, als ein 27. Land der Liste hinzufügt wurde, dicht gefolgt von den ersten Besuchen in Bolivien und Paraguay. In diesem Jahr führte die Rallye Dakar die Teilnehmer entlang der Westküste des südamerikanischen Kontinents. Gestartet wurde in Lima/Peru und führte dann über La Paz durch Bolivien nach Argentinien. Das Ziel war in Córdoba. Unterwegs führten Schleifen immer wieder ins Landesinnere.

Die Siege von Kevin Benavides im Motorradrennen, Ignacio Casale in der Quad-Klasse, Giniel de Villiers im Autorennen und Ton van Genugten in der Truck-Klasse hatten keinen Einfluss auf die Spitzenpositionen in der Rallye. Matthias Walkner wurde der erste österreichische Sieger in der Klasse Motorrad, wobei die österreichische Marke KTM dank des 17. Erfolges in Folge weiterhin dominierte. Bei seiner letzten Teilnahme behielt Peugeot auch den Titel, aber dieses Mal stand nur eines ihrer Autos auf dem Podium, nämlich der 3008 Maxi, der von Sieger Carlos Sainz gefahren wurde. Stets bis zum Ende von von Federico Villagra eng gefolgt. An dritter Position Eduard Nikolaev am Steuer seines Kamaz. Der Chilene Ignacio Casale, der seine 2. Dakar gewann, dominierte die Gesamtwertung von Anfang bis Ende.

Insgesamt beendeten 185 Fahrzeuge die 40. Ausgabe: 85 Motorräder, 32 Quads, 49 Autos, darunter 6 SxS und 19 Lkw. Damit erreichten 55% der Teilnehmer, die vor zwei Wochen in Lima aufgebrochen waren, das Ziel.

Offener denn je zuvor, hat das Motorrad Feld schon am ersten Tag der Rallye für eine Überraschung gesorgt, Sam Sunderland musste in den Dünen von San Juan de Marcona die Rallye vorzeitig verlassen. Der Titelverteidiger und Gewinner von 2 der ersten 3 Etappen verließ das Feld vor einer hartnäckigen Verfolgergruppe, angeführt von den neuen Nachwuchsfahrern Adrien van Beveren und Kevin Benavides. Die beiden Fahrer forderten die übliche Dominanz von KTM heraus und tauschten die Führung in der Gesamtwertung mehrfach. Dieser Kampf durch den erbitterlichen Einsatz von Joan Barreda oder Antoine Meo in der intensiven und vernichtenden zehnten Etappe gewonnen. Ein Tag, an dem eigentlich der junge Argentinier in seinem Heimatland hätte triumphieren können, stattdessen aber seinen Hoffnungen durch einen Navigationsfehler in den Flussbetten von Belén ein Ende setzte. Sein Sturz zog eine große Anzahl der Favoriten mit, darunter Toby Price, wobei Matthias Walkner und Van Beveren die einzigen führenden Fahrer waren, die unversehrt blieben. Der Yamaha-Fahrer blieb jedoch auch nicht unversehrt, denn 3 km vor dem Ziel erlitt er einen schweren Sturz, wodurch der Österreicher die alleinige Führung über die Dakar übernahm. Mit 31 Jahren hat der Österreicher den größten Preis seiner Karriere erreicht und KTM eine unglaubliche Serie von 17 aufeinanderfolgenden Triumphen …

Am Tag nach seinem ersten Etappensieg und dem zehnten seiner Karriere bei der Dakar musste Sébastien Loeb das Rennen in den Dünen der Tanaka-Wüste verlassen. Es war nicht die erste oder letzte dramatische Wendung in dieser unberechenbaren und unzähmbaren Dakar Rallye: Nani Roma fiel schon früh auf der Schleife rund um Pisco aus, während Stéphane Peterhansel die Führung der Rallye nach einem Unfall auf der Marathon Strecke bei Uyuni verlor. Selbst Dünenspezialist Nasser Al Attiyah ist bei San Juan de Marcona im Sand steckengeblieben und hat nach nur vier Tagen mehr als eine Stunde verloren! Inmitten dieses Gemetzels legte Carlos Sainz eine makellose Leistung hin, die niemand von ihm erwartet hatte. „El Matador“ war präzise in seinen Angriffen, brachte sich in Führung und kontrollierte das Rennen sicher hinter dem Steuer seines 3008 Maxi. In Córdoba kletterte er auf die oberste Stufe des Sieger-Podestes. Der spannende Ausklang glich dem Rennen von 2010, als der Spanier auch Al Attiyah schlug (nur 2 Minuten). Giniel de Villiers kam in 15 Teilnahmen zum achten Mal auf den 3. Platz, während Stéphane Peterhansel am Tag vor dem Ziel nur knapp die Siegertreppe verpasste.

Mit drei Siegen in Folge auf den ersten drei Etappen verbreitete Ignacio Casale unter den Rivalen in der Quad-Kategorie Panik. Sergey Karyakin, der zurückgefallene Titelverteidiger, verließ die Rallye verletzt, genau wie Rafal Sonik, der Gewinner aus dem Jahr 2015. Mit absoluter Präzision in den Dünen war der Chilene auch in der Lage, den Rest des Feldes zu dominieren, während er Spielraum zwischen seinen Verfolgern ließ. Zwei jungen Argentiniern, die die Zukunft der Disziplin repräsentieren: Nicolas Cavigliasso, 26 Jahre alt, und Jeremias González Ferioli, 22. Die drei Männer besetzten die Siegertreppen in ihrer Klasse.

Eduard Nikolaev begann seine achte Dakar mit einem Höllentempo. Dank gekonntem Fahren in den peruanischen Dünen hat der Champion von 2017 mit Ausnahme des hartnäckigen Federico Villagra schnell einen großen Abstand zu seinen Rivalen erreicht. Der Argentinier war der einzige Fahrer, der in der Lage war, den Kampf gegen den Anführer des Kamaz-Clans zu führen und musste ihn vor allem in der ersten Woche ertragen, bevor er den Russen unter Druck setzte und die Gesamtwertung übernahm. Ein Problem mit dem Getriebe begrub jedoch sämtliche Hoffnungen des Iveco-Fahrers. Er musste das Rennen am vorletzten Tag beenden. Das ließ Nikolaev zum dritten Mal auf der Dakar triumphieren. Der Vizemeister Siarhei Viazovich beendete die Rallye mit mehr als 4 Stunden hinter ihm …

Im zweiten Jahr der SxS-Klasse zeigte Reinaldo Varela eine hervorragende Leistung an der Spitze der Kategorie. 5 Etappensiegen ermöglichten es ihm, die oberste Stufe auf dem Sigerpodest zu besetzen. Der Brasilianer lieferte sich einen erbitterten Kampf mit dem Franzosen Patrice Garrouste, der ebenfalls fünf Etappensiege einfahren konnte.