3. Internationaler CfC Preservation Concours in der Motorworld München

Am 8. April 2018, im Rahmen des Warm Up der Motorworld München, stellen sich original erhaltene und unrestaurierte Fahrzeuge dem 3. Internationalen CfC Preservation Concours. Zugelassen werden zu diesem Wettbewerb maximal 30 Fahrzeuge. Der Wettbewerb unterstreicht einen Trend, der sich zunehmend in der Oldtimer-Szene durchsetzt: Waren früher komplett restaurierte Fahrzeuge besonders gefragt, wird heute mehr und mehr auf Originalität und gepflegte Patina geachtet. Schon jetzt steht fest: Jedes der teilnehmenden Fahrzeuge wird mit seinen Spuren seine eigene „Lebens“-Geschichte erzählen. Die Besucher des 5. Warm Up der Motorworld München können sich auf wahre automobile Schätze freuen.

„Unrestaurierte oder substanzerhaltend reparierte Fahrzeuge im Sinne der Charta von Turin, gewinnen immer mehr an Bedeutung in der Oldtimer Szene,“ so Jury-Präsident und Initiator Kay MacKenneth. Beim Preservation Concours spielt dabei keine Rolle, ob es sich um Luxuskarossen, Rennwagen, oder Nutz- und Kleinst- sowie „Brot und Butter“ Fahrzeuge handelt. „Auch der Käfer aus Opas Garage bekommt die Chance, Teil des qualifizierten Wettbewerbs zu werden.“ Zugelassen werden nur Automobile und Motorräder, die vor 1977 gebaut wurden.

Stark veränderte Oldtimerszene
In den letzten zehn Jahren hat sich die Oldtimer Szene stark verändert. Unrestaurierte Fahrzeuge, die die Spuren ihrer Zeit tragen, erzielen immer höhere Preise. Man findet diese seltenen Exemplare mit lebendiger Historie immer mehr auf den aktuellen Messen und Auktionen. Vor etlichen Jahren hatte das Publikum solchen Fahrzeugen kaum Beachtung geschenkt: Um eine garantierte Wertsteigerung zu erhalten, mussten Oldtimer in einen Zustand versetzt werden, der besser war als sie jemals ausgeliefert wurden. Natürlich ist nichts daran falsch, einen Oldtimer nach einem gewissen Abnutzungsgrad zu restaurieren, vor allem wenn dies die einzige Möglichkeit ist, das Fahrzeug zu retten und weiter zu erhalten. Wie auch in der Kunst- und Antiquitätenszene geht der Trend im Moment jedoch in Richtung des Erhalts der Originalität. Denn, so lautete auch der Slogan des weltweit ersten Internationalen Preservation Concours: „Original gibt es nur einmal“. Dieser Concours findet auch in diesem Jahr im Rahmen des Warm Up 5 der Motorworld in München zum dritten Mal statt. Rund 30 unrestaurierte und original erhaltene Fahrzeuge stellen sich der Bewertung einer Fachjury.

Wann gilt ein Oldtimer als Original?
Noch herrscht in der Oldtimer Szene häufig die Unsicherheit, ab wann ein Fahrzeug als original gilt, oder wann es als unrestauriert definiert werden kann. Eine allgemeine Regelung gibt es hierfür noch nicht. Natürlich darf auch ein Oldtimer, der sich in einem originalen unrestaurierten Zustand befindet, teilweise repariert sein. Vor allem, wenn sich diese Reparatur aus dem zeitgenössischen Gebrauch ergibt. Ein Auffahrunfall wurde auch früher erst einmal instandgesetzt. „Preservation“ ist gleichbedeutend mit „Erhalten“ und „Bewahren“. Ziel ist es, das Fahrzeug in einem fahrbereiten und möglichst originalen Zustand zu erhalten. Dies kann das Fahrzeug aus vorherigem Familienbesitz sein, aber durchaus auch ein Fahrzeug, das die Jahre überdauert hat und nun bei einem Händler im Showroom steht. Patina ist zwar im Moment das Schlagwort in der Szene, doch auch hier gilt es, zu unterscheiden. Nicht jedes Fahrzeug, das mit Staub und Rost auf eine Messe gestellt wird, fällt hierbei unter die Kategorie „Preservation“. Denn nachträglich absichtlich entstandene Patina, die eigentlich daher rührt, dass das Fahrzeug keinerlei Pflege und „Erhalt“ erfahren hat, widerspricht dem Gedanken des Bewahrens. Erst, wenn die mühevolle Arbeit vorgenommen wird, den Erhalt des Fahrzeugs wieder herzustellen, indem das Fahrzeug gereinigt und sowohl technisch als auch substanzerhaltend instandgesetzt wird, bekäme das Fahrzeug den Status des „Bewahrens“. Hier macht der Hype, den unrestaurierte Fahrzeuge erfahren, zum Teil blind für die eigentliche Materie.

Bewertungskritierien des CfC Preservation Concours 2018
1. Das Fahrzeug muss älter sein als 30 Jahre
2. Das Fahrzeug muss mindestens 30 Kilometer in einer Stunde auf eigener Achse zurücklegen können.
3. Mindestens 50 % der Substanz des Fahrzeugs müssen noch dem ursprünglichen Auslieferungszustand entsprechen. Dies betrifft Lack, Anbauten, Glas, Interieur, Chassis und Motorraum.
4. Mindestens 50 % des originalen Lacks müssen vorhanden sein und Aufschluss über die ursprüngliche Farbe geben.
Durch diese Kriterien scheiden auch Fahrzeuge aus, die zum Beispiel in einer Scheune über 40 Jahre gestanden haben und nun als Scheunenfund und original erhalten zu einem solchen Wettbewerb angemeldet werden. Ein solches Fahrzeug erfüllt in erster Hinsicht schon einmal nicht das Kriterium des „Erhalts“, denn seine Patina rührt von jahrelangem „Nicht-Erhalt“. Erst wenn das Fahrzeug wieder betriebsbereit hergerichtet wurde, kann es die Concours-Kriterien erfüllen. Das Instandsetzen solcher Fahrzeuge und der entsprechende Erhalt der Historie durch das Bewahren wichtiger Spuren ist sehr aufwendig und erfordert ein großes Fachwissen.

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3. Internationaler CfC Preservation Concours in der Motorworld München

Fahrzeuge im Wettbewerb
Zugelassen werden nur Automobile und Motorräder, die vor 1977 gebaut wurden und noch im Originalzustand sind – egal ob Luxuskarossen, Rennwagen oder Nutz- und Kleinst- sowie „Brot und Butter“ Fahrzeuge.

Jury des Apprentice Award
Studenten, Lehrlinge und Schüler Kfz-naher Berufe und im Alter zwischen 16 und 25 Jahren können Mitglied der Jury werden und den Sieger des Apprentice Award bestimmen.

Alle Bewerbungen unter:
http://preservation-concours.com