Vom Oldie zum Custombike

Customizer Rolf Reick gibt einer BMW R60/6, Baujahr 1976, einen neuen operntauglichen Look. Anlass ist die FESTTAGE-Premiere „Falstaff“ an der Staatsoper „Unter den Linden“, die bereits seit zehn Jahren mit der BMW Group kooperiert. Ab dem 25. März kann das Publikum von Verdis Oper „Falstaff“ die Maschine in Aktion bestaunen.

Der Motor des Bikes wurde von Customizer Reick als Gerüst erhalten. Steuergerät, DC Wandler und Batterien kamen anschließend in den Original-Tank des 130 Kilogramm schweren Bikes. Angetrieben wird das Motorrad mit einem im Vorderrad verbauten Radnabenmotor. Dazu kamen ein programmierbarer Controller und ein elektronischer Gasgriff. Optisch sollte die alte BMW Motorrad-Linie erhalten bleiben, dabei aber etwas aufgefrischt und reduziert werden. Dementsprechend wurden auch der Auspuff und das Rahmenheck gekürzt.

„Silber als Farbe macht sich auf der Bühne bei all den Licht-Reflexionen sehr gut und unterstützt die ausgewogene BMW Motorrad-Form“, so Rolf Reick. Die Lackierung übernahm Michael Schönen, der Lackkünstler seines Vertrauens. Etwa zwei Monate hat der Customizer an dem Bike gewerkelt und es mit bühnentauglichen 25 km/h ausgestattet. „Motorräder baue ich nicht nur als Auftrag, sondern immer auch ein wenig für mich selbst. Ich muss mich damit immer gut angezogen fühlen“, erzählt Reick weiter.

Als Grafiker sagt Reick schlechtem Design seit jeher den Kampf an und betreibt gemeinsam mit Kumpel Ulrich Lenz die kultige Werkstatt „Krautmotors“ in Heidelberg. „Bei Krautmotors geht’s um Lebensfreude, nicht um Lebensangst“, erklärt Reick. 1996 erhielt der Diplom Industriedesigner eine Auszeichnung von dem heute benannten Magazin „Custombike“ für den schönsten umgebauten Café Racer. 2003 wurde schließlich sein BMW Motorrad Bobber zum deutschen Custombike des Jahres von dem Motorradfachmagazin „Mo“ gekürt.

Eine feste Institution im Berliner Kulturkalender ist das Open-Air Format „Staatsoper für alle“, welches jährlich an die 45.000 Besucher auf den Bebelplatz lockt. Es ist ein gelungenes Beispiel für die Kooperation zwischen der Staatsoper „Unter den Linden“ und der BMW Group. Die Bereitstellung eines BMW Motorrad R60/6 für die „Falstaff“ Inszenierung ist eine weitere Möglichkeit für Synergien zwischen den beiden Partnern.