Hockenheim: 25.000 Zuschauer genießen historische Rennen und ehren Jim Clark

Leidenschaft für historischen Rennsport – davon ließen sich 25.000 Zuschauer bei der Klassikveranstaltung „Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival“ anstecken. Rund 500 historische Rennwagen aus allen Klassen und Epochen boten von 20. bis 22. April auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ein großartiges Spektakel – sowohl optisch als auch akustisch. Im Fahrerlager, in den Teamgaragen und auf dem Boxendach genossen sichtlich begeisterte Besucher das reichhaltige Rahmenprogramm. Das Motodrom vibrierte förmlich. Und auch das Interesse an den Autogrammstunden „historischer Promis“ wie Jochen Mass, Christian Danner, Kurt Brixner, Marco Werner oder Ellen Lohr wurden großen und kleinen Fans gefeiert.

Im Mittelpunkt der Bosch Hockenheim Historic stand traditionsgemäß auch jener Rennfahrer, zu dessen Ehren die Veranstaltung jedes Jahr stattfindet: Jim Clark. Am 7. April 2018 jährte sich der Unfalltod des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters auf dem Hockenheimring zum 50. Mal.

Die traditionelle Jim-Clark-Ausstellung berührte auch 2018 mit neuen Fundstücken zu Clark, etwa ein von Colin Chapmans Sohn Clive zur Verfügung gestellter Original-Renn-Lotus.

Pure Leidenschaft auf dem Grand-Prix-Kurs – mit Formel- und Tourenwagen
Eines der Highlights auf dem Grand-Prix-Kurs war die BOSS-GP-Serie (Big Open Single Seater). Die Zehnzylinder der Formel-1-Boliden und die Achtzylinder der GP2-Monoposti sorgten beim fliegenden Start für einen Höllenlärm, wie ihn eingefleischte Fans lieben. Die Favoriten Ingo Gerstl (Toro Rosso STR) und Phil Stratford (Benetton B197) wurden ihrer Rolle gerecht mit Kopf-an-Kopf-Duellen in den ersten beiden von zehn Saisonläufen. Gerstl gewann samstags mit 0,3 Sekunden Vorsprung!

Ein weiterer Höhepunkt: die Saisonauftaktrennen der Historischen Formel 2 mit ihrer faszinierenden Fahrzeug-Vielfalt (Ralt, March, Chevron, Brabham, Lotus u.a.). Der Zieleinlauf war in beiden Rennen identisch: Peter Hans (Ralt) vor Robert Simac und Torgny Johansson (beide March). Mit einem gelungenen Mix von Formel-Nachwuchsklassen – F3, VAU, Ford, Renault – begeisterte die „Historic Racecar Association“. Und auch die 1958 als Nachwuchsschmiede gegründete FIA Lurani Trophy sorgte für Stimmung – mit einem stolzen Starterfeld von 33 Fahrzeugen!

Mehr als 40 Fahrzeuge tummelten sich bei der Youngtimer Touring Car Challenge. Drei Rennen gab’s – und stets einen Sieger: Ex-DTM-Teamchef Peter Mücke ließ im Ford Zakspeed Turbo Capri den Gegnern keine Chance.

Bei den Präsentationsläufen des Raceclub Germany stachen viele Spyder ins Auge. Zum 50. Firmenjubiläum und 80. Geburtstag des Firmengründers Kurt Brixner reisten 16 Besitzer der in Heilbronn gefertigten Renner nach Hockenheim. Der agile Chef war gerührt. Auch der Raceclub Germany powered by FNT servierte Rennwagen-Highlights, wie etwa den F1-Toyota von Timo Glock, den frisch restaurierten 1984er-Williams-Honda von Keke Rosberg sowie den 1997er-Ferrari von Michael Schumacher.

Wie in jedem Jahr wurde auf dem Boxendach alles an weiterer Unterhaltung geboten, was das Herz begehrt: von Ständen mit historischen Devotionalien bis hin zur Party mit Live-Musik am Samstagabend. Entsprechend voll war’s!

Alle Informationen und Ergebnisse unter: www.hockenheim-historic.de