Terre Di Canossa Classic Car Challenge 2018

Zwischen dem 19. April und dem 22. April 2018 waren die reizvollen Straßen der Emilia, Ligurien und der Toskana Schauplatz der 8. Gran Premio Terre di Canossa und seiner unvergleichlichen Kombination aus Sport, Leidenschaft, Tourismus, Kultur, gutem Essen und Wein sowie exklusiven Abendveranstaltungen.

Die Challenge und die Platzierungen
Der Wettbewerb startete mit 105 registrierten Crews, die in 60 Zeitfahrten und 6 Durchschnitts-Geschwindigkeitsprüfungen gegeneinander antraten. Alle Prüfungen waren technisch anspruchsvoll und umfassten alle Arten von Gelände: Straße und Strecke, bergauf und bergab, Hochgeschwindigkeitsabschnitte wie Monte Marcello, Abschnitte mit spektakulärer Szenerie wie dem Cento Croci Pass und andere mit einzigartiger Anziehungskraft und Attraktivität. Die Preisverleihung fand im Showroom des Hauptsponsors Ruote da Sogno in Reggio Emilia statt.

Die Crew mit der Startnummer 10, John Houtkamp und Chelly Houtkamp, belegte in ihrem 1928er Lancia Lambda Tipo 223 Short Spider den dritten Platz der Gesamtwertung. Der zweite Platz ging an die Crew Nr. 3, Fabio Salvinelli und Guido Ceccardi, in ihrem 1930 Fiat 514 MM. Der Sieg ging zum sechsten Mal in Folge an den amtierenden italienischen Meister Andrea Vesco und seinen Beifahrer Manuela Tanghetti im Fiat 508 S Balilla Sport 1934. Sie nahmen zwei wunderschöne Cuervo y Sobrinos-Uhren, den für Vorkriegsautos vorgesehenen Cup und die Sonderwertung für Durchschnitts-Geschwindigkeitstests mit nach Hause.

Kulturstädte, herrliche Landschaften, alte Schlösser, sanfte Hügel und anspruchsvolle Pässe bildeten die Kulisse für eine der besten internationalen Oldtimerveranstaltungen. Die Rallyestrecke umfasste rund 600 km Straße, wo die Teilnehmer in anspruchsvollen Prüfungen gegeneinander antraten.

7 moderne Ferraris unter den Oldtimern
Die Hommage an das Prancing Horse und ein schöner Kontrast zu den ältesten Autos der Rallye: ein OM 665 Superba von 1925, ein Fiat 509 von 1926, ein Amcilcar GCSS von 1926 … über 90 Jahre Geschichte. Einige sehr spezielle Autos nahmen 2018 an der Terre di Canossa teil. Darunter auch der Triumph TR3, der im Film „La Dolce Vita“ eine Hauptrolle spielte und nach einer umfassenden Restaurierung seinen ersten öffentlichen Ausflug machte.

Es gab auch einige seltene Fahrzeuge wie den prächtige Barchetta Maserati 200Si, zwei Delahaye 135, zwei Jaguar C-Types, zwei Lancia Lambdas aus den Zwanzigern, einen Alfa Romeo 6C 1750 und einen Ferrari Daytona, gefolgt von drei „kleinen“ Dino 246s … In diesem Jahr kamen zwei Drittel der angemeldeten Teilnehmer aus dem Ausland – womit Terre di Canossa mit der Mille Miglia als die italienische Rallye mit dem höchsten Anteil an ausländischen Mannschaften gleichzieht.

Eine Challenge in Pink
Diese Zahl ist besonders beeindruckend: Fast 40% der Wettbewerber waren Frauen, ohne dass eine Frauenquote vorgegeben war… Die Terre di Canossa ist ein wahr gewordener Traum: ein herausforderndes Rennen und die Möglichkeit, Sehenswürdigkeiten zu erleben, eine Gelegenheit, die sowohl von den ehrgeizigsten Fahrern als auch denjenigen, die sich einen besonderen Urlaub gönnen möchten, gleichermaßen genutzt wird.

Eine Challenge in „Grün“
Die Organisatoren unterstrichen erneut ihr Umwelt-Engagagement, indem sie beschlossen, ein CarbonZero-Protokoll zu implementieren und die restlichen CO2-Emissionen vollständig zu kompensieren, indem sie neue Bäume im toskanisch-emilianischen Apennin pflanzten. Die Terre di Canossa ist der einzige „Zero Emission“ Event dieser Art.

Der Event in Tagen

Donnerstag, 19. April: Ankunft in Salsomaggiore Terme und Gala-Dinner
Die vielen Oldtimer säumten die Straßen im Zentrum der Stadt und gegenüber dem Berzieri Spa. Dort checkten die Fahrer ihre Autos und schlossen die technische Abnahme ab, während das Publikum diese Kunstwerke auf vier Rädern bewunderte.

Das Galadinner fand im spektakulären Salone Moresco statt, einem Festsaal, der 1925 angebaut wurde, um den geheimnisvollen und sinnlichen Reiz der Alhambra heraufzubeschwören. Es ist kein Zufall, dass der Filmregisseur Bernardo Bertolucci ihn als Drehort für seinen Oscar-prämierten Film „Der letzte Kaiser“ nutzte.
Traditionsgemäß genossen die Gäste ein Abendmenü, das vom Sternekoch Massimo Spigaroli kreiert wurde.

Freitag, 20. April, die erste Etappe: Salsomaggiore Terme, Portovenere, Lerici und Bocca di Magra
Um 8.30 Uhr standen die Autos in den Straßen der Altstadt und fuhren um 9 Uhr vom spektakulären Gebäude der Terme Berzieri los. Dann eine erste Reihe von Prüfungen auf der Rennstrecke Riccardo Paletti in Varano, die ersten Aufstiege der Strecke, bis Castello Bardi und einer kurzen Kaffeepause im Zentrum von Borgo Val di Taro. Die Crews überquerten den eindrucksvollen Cento Croci Pass mit einigen herausfordernden Zeitfahrten.

Nach dem Mittagessen folgte eine aufregende und ganz besondere Fahrt durch das Gelände der italienischen Marine in La Spezia, das immer noch einer ihrer der Hauptstützpunkte ist. Die Crews verließen La Spezia Richtung Lerici und machten eine kurze Auszeit an einem der schönsten Orte Italiens.

Eine letzte Reihe von Zeitprüfungen stand auf dem Weg von Montemarcello nach Punta Bianca an, gefolgt von der Fahrt hinunter zu den kleinen Städten Ameglia und Bocca di Magra. Beim Dinner wurden als Preise an die weiblichen Crews vergeben. Der Abend endete in Forte dei Marmi, dem Zentrum des sozialen Lebens in der Versilia.

Samstag 21. April: Kulturstädte der Toskana
Der zweite Tag der Terre di Canossa 2018 startete um 9 Uhr in Forte dei Marmi. Crews und Autos reihten sich an der Küste aneinander, bevor sie nach Castelnuovo di Garfagnana und seinem charmanten mittelalterlichen Stadtzentrum aufbrechen.

Nach einer Kaffeepause und einem Corso durch die alte Festungsstadt passierten die Autos die berühmte Ponte del Diavolo aus dem 11. Jahrhundert, bevor sie Lucca zum traditionellen Corso durch die Altstadt erreichten. Nach dem Mittagessen erfreute die strahlende Frühlingssonne die Crews als sie die 1504 erbaute Stadtmauer entlangfuhren, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und normalerweise für den Verkehr gesperrt ist.

Pisa war das nächste Ziel. Es gab eine kurze Pause, um einen kurzen Blick auf den Schiefen Turm, das Wahrzeichen der Stadt, von einem ganz besonderen Ort aus zu werfen: der Terrasse der Fondazione Comel, die bereit war, ihre Türen für die Veranstaltung zu öffnen. Am Nachmittag ging es zum bezaubernden Lago di Massaciuccoli, dann weiter nach Forte dei Marmi zu den traditionellen Zeitfahrten an der Piazza Marconi.
Der Event des Abends: Eine Sunset-Beach Party im Bambaissa Beach Club in Versilia.

Sonntag, 22. April: von Forte dei Marmi nach Reggio Emilia
Nach der Abfahrt von der Viale Franceschi verabschiedeten sich die Crews von Versilia und der Küste in Richtung Sarzana.
Nach der Überquerung der Apenninen am Passo Cerreto erreichten sie Reggio Emilia und die Calatrava-Brücken, um sich bei der anspruchsvollen „Trofeo Tricolore“ zu messen. Die letzte Zielflagge erwartete sie auf der Piazza del Duomo im Stadtzentrum.

Das abschließende Mittagessen und die Preisverleihung fanden in Ruote da Sogno, dem Hauptsponsor der Veranstaltung, statt.