Museum – Countdown für BMW ArtCars

Vor 40 Jahren wagte BMW das Experiment, ein Auto von einem bekannten Künstler neu gestalten zu lassen. Ein BMW 3.0 CSL, dem der amerikanische Künstler Alexander Calder ein eigenständiges Design verpasste, war das Ergebnis. In Singen ist noch bis 1. Mai eine exklusive Sonderausstellung im MAC Museum Art & Cars (www. museum-art-cars.com) zu sehen. Das Auto sorgte bei den „24 Stunden von Le Mans“ 1975 für Aufsehen. Seitdem stellt der Bayerische Automobilhersteller Fahrzeuge zur künstlerischen Interpretationen zur Verfügung. Inzwischen umfasst diese einzigartige exklusive Sammlung 17 Exemplare.
Unter der Festungsruine des Hohentwiel in Singen am Bodensee liegt das „Deutsche Bilbao“ – das MAC Museum Art & Cars. Nur wenige Fahrminuten von der Grenze zur Schweiz entfernt, hat sich hier das Kunstmuseum mit dem Leidenschaft für Mobilität einen Namen gemacht. Die dritte Ausstellung mit dem Namen „Kunst in Bewegung“ widmet sich den berühmten Art Cars von BMW. Die Ausstellung ist nun um drei Exponate reicher, dem BMW M3 Gruppe A, mit der Bemalung von Ken Done, dem BMW M3 GTR gestaltet von Sandro Chia und dem einzigen folierten Fahrzeuge aus dieser Serie, dem BMW 635 CSi mit der Gestaltung von Robert Rauschenberger.
Ken Done wurde 1940 in Sydney/Australien geboren. In seinen Kunstwerken spiegelt er immer wieder die Kraft und Schönheit der Australischen Kultur und Landschaft wieder. So auch auf der Nummer 8 der BMW Art Cars, dem 1989 er BMW M3 Gruppe A Rennwagen. Done gestaltete den Boliden in grellen bunten fließenden Farben, in Anlehnung an der australischen Küste lebenden Papageien und bunten Papageienfische. Die fließenden Linien symbolisieren die Geschwindigkeit und Bewegung der Tiere.
Die Nummer 13 der BMW Art Cars ist der von Sandro Chia gestaltete 1992er BMW 3 Renn Prototyp. Chia wird als signifikanter Vertreter der italienischen „Transavangaurdia“ gesehen, einer Kunstrichtung dies sich an die klassischen Bildsprache anlehnt. Die Bemalung des Fahrzeugs zeigt viele einzelne Gesichter. Chia erklärte dazu, dass ein solches Fahrzeug stets von vielen Schaulustigen betrachtet werde. Jeder dieser Betrachter soll sich im Lack dieses Fahrzeugs widerspiegeln und finden.
Der von Robert Rauschenberger gestaltete BMW 635 CSi ist das einzige Fahrzeug, das kein Rennfahrzeug ist, sondern ein Serienfahrzeug. Es war das sechste Art Car und auch das einizige bis dahin, das keine Bemalung erhielt, sondern fotografisch bearbeitete Folien aufgezogen bekam. Auf der linken Seite des Fahrzeugs ist ein historisches Bild des Malers Bronzino abgebildet, eingerahmt durch die von Rauschenberger gezeichneten Everglade Gräser. Die rechte Seite ziert ein Gemälde von Ingres, das ebenfalls durch die Gräser eingerahmt ist. Die Radkappen sind mit Motiven antiker Teller geziert.