Tour Optic 2000

Zum 27. Mal versammelten sich Ende April rund 240 legendäre Rennwagen im Pariser Grand Palais zur technischen Abnahme der Tour Optic 2000, eines der schnellsten und ältesten Straßenrennen, das seit 1992 veranstaltet wird. Die Teilnehmer müssen über 2100 Kilometer zurücklegen und dabei etliche Gleichmäßigkeits-Fahrten absolvieren, mal langsamer, mal sehr schnell. Rund 10 000 Zuschauer kamen zum Grand Palais um das temporäre Automobile Museum außergewöhnlicher Rennfahrzeuge zu bestaunen. In diesem Jahr konzentrierte sich das Teilnehmerfeld auf Fahrzeuge, die einst an der Tour de France teilgenommen hatten, wie BMW, Ferrari, Alpine, Ford GT40, Jaguar E-Type und MKII, Lancia Stratos, Ligier JS2, Porsche, Shelby Cobra, aber auch italienische Rennlegenden der Marken Cisitalia, Autobianchi, De Tomaso, Osca, Lombardi und Siata. Ein beeindruckendes Bild im Grand Palais, in dem einst auch der Pariser Automobilsalon stattgefunden hatte.

Die 2018er Route führte die Teilnehmer eine Woche lang über traumhaft schöne Straßen  in den Süden Frankreichs. Am ersten Tag nach Bourgogne, mit einem Zwischenstopp in Besancon. Der zweite Tag führte über die Haute Savoie nach Megève. Danach ging es weiter in den Süden, mit einem Abschnitt der in Avignon endete, gefolgt mit einer Durchfahrt nach Aix-En-Provence am Freitag und dem letzten Abschnitt am Samstag, der in Nizza endete.

Am ersten Tag brachen die Teilnehmer am Chateau de Courances bei Paris zu der anspruchsvollen Rallye auf. Der erste Abschnitt führt die Teilnehmer auf ein 461 Kilomter langes Teistück der Rallye. Schon zum ersten Mittagessen mussten die Teilnehmer eine Wertungsprüfung auf dem Rennkurs von Dijon-Prenois absolvieren.

Nach der ersten Etappe, die die Teilnehmer nutzten, um die Extreme ihrer Fahrzeuge und deren Grenzen zu testen, verließ die Tour Auto Optic 2ooo Besançon und machte sich auf den Weg zur ersten Etappe des Tages mit dem Namen „Altitude 800“ zwischen Levier und Dampierre-les-Tilleuls Gemeinden.

Die Crews fuhren in der zweiten Etappe in die Berge, in der sie das Jura Gebirge überquerten und bergauf bis zum Skigebiet Mégeve fuhren. Danach erreichten sie die Ebene, um den dritten Abschnitt, einer Strecke von 487 Kilometern, anzutreten. Das Tagesprogramm beinhaltete zwei Wertungsprüfungen und ein Rennen auf der Rennstrecke in Lédenon. Danach ging es in den Parc Fermé, der in den Stadtmauern von Avignon aufgebaut wurde.

Das Tour Auto Optic Feld nähert sich immer mehr dem 2000 Km Meilenstein von 2000 km. Nach einer Übernachtung in Besançon, Megève und Avignon fuhren die Crews im vierten Teil weiter nach Aix-en-Provence.

In Übereinstimmung mit den Regularien der Veranstaltung sind die Teilnehmer der Regularity-Kategorie an zwei Tagen der Rallye immer als erstes an den Start gegangen. So waren sie auch die ersten, die die herzliche Begrüßung der Zuschauer entlang der Strecke genossen. Während des Tages fuhren die Teilnehmer über gewundene Straßen in die Täler im Luberon, machten Umwege durch provenzalische Dörfer und genossen eine Mittagspause im majestätischen Couvent Royal de Saint Maximin, einem ehemaligen Dominikanerkloster aus dem 13. Jahrhundert. Anschließend besuchten sie die Paul Ricard Rennstrecke an der Tausende von Fans das Feld erwarteten.

Hier konnten sich die Fahrer erneut auf einer Rennstrecke messen, auf der am 24. Juni der französische Formel-1-Grand-Prix stattfinden wird. Dies galt insbesondere für diejenigen in der Kategorie „Wettbewerb“, die ihre Fähigkeiten hier voll unter Beweis stellen konnten.

Die 27. Tour Auto Optic 2ooo endete am Samstag mit drei Wertungsprüfungen im provenzalischen Hinterland und dem Ziel auf dem Place Massena in Nizza. Die teilnehmenden 239 Crews verließen fünf Tage zuvor den Grand Palais in Paris: Sie werden unvergessliche Erinnerungen an die Route mitnehmen, die ihnen die Möglichkeit gab, die schönsten Straßen Frankreichs zu entdecken. Auf ihrer Reise von der französischen Hauptstadt nach Nizza, mit Zwischenstopps in Besançon, Megève, Avignon und Aix-en-Provence genossen sie die Schönheit und Vielfalt der Landschaften, die sie durchquerten. Sie alle teilen sich aufregende Momente am Steuer, die sie sorgfältig auf die neue 2100 Kilometer lange Strecke vorbereitet hatten.

Die Schweizer Crew Raphael Favaro-Yves Badan in ihrem Lotus Elan R26 ging in diesem sportlichen Abenteuer als Sieger hervor. Gefolgt von dem französischen Paar Frédéric Jousset-Paul Miliotis (Shelby Cobra 289) und Damien Kohler-Sylvie Laboisne (Lotus Elan R26).

Die Sieger waren am Freitag auf dem zweiten Platz und nutzten die Getriebeprobleme, die den Ford GT40 der britischen Crew Andrew Smith-James Cottingham in der vorletzten Etappe der Rallye trafen. Die Sieger der Tour Optic 2017 mussten aufgeben, nachdem sie 10 der 14 möglichen Teilsiege erreicht hatten.

Die französische Crew Patrick Hautot-Sylvain Cantrel gewann in ihrem Ford GT40 die Gruppe G1 und G2. Die Amerikaner Cooper Mac Neil-Gunnar Jeannette siegten in ihrem Porsche 911 RSR 3.0L in der  Gruppe H1 / H2 / I. Jean-François und Chloé Pénillard (Porsche Pré A) belegten den ersten Platz im Performance Index.

In der Regularity-Kategorie ging der Sieg an die französische Crew Jean Rigondet-Olivier Souillard (CG 1200 S), die vom ersten bis zum letzten Tag der Rallye dominierten. Nicolas Pagano-Michel Périn (Alfa Romeo 1750 GTV) schafften den zweiten Platz, nachdem sie 2017 von der argentinischen Mannschaft Tomas Hinrichsen und Solange Mayo (Maserati 200 SI) schwer unter Druck gesetzt wurden.