Rallye: Winter Challenge – Der Sonne entgegen

Die Tradition wurde bewahrt und so starteten die Teams zur Winter Challenge 2016 Richtung Monte Carlo von zwei verschiedenen Locations. Zeitgleich wurde in Echternach in Luxemburg und im Royal Automobile Club Woodcote Park in Epson, UK die Startflaggen geschwenkt. Vom Volvo PV544 aus den 1950er Jahren bis zum Porsche 911 aus den 1980er waren insgesamt 40 Ikonen der Automobilgeschichte bei dieser anspruchsvollen Rallye (organisiert von HERO,  Historic Endurance Rallying Organisation) am Start. Als Sieger wurden schließlich Charles Colton und Ryan Pickering gefeiert, die die Strecke in ihrem Porsche 911, Baujahr 1966 gemeistert hatten.

Bei der Rallye „Winter Challenge“ geht es weniger um Geschwindigkeit und mehr um Ausdauer und Präzision. Während die weiten Ebenen Nordfrankreichs noch zum entspannten Cruisen einluden, erwartete die Teams in den französischen Bergen im Süden des Landes eine herausfordernde Natur mit Kurven über Kurven und steilen, andauernden Steigungen.

Am ersten Tag übernahmen John Abel und Leigh Powley die Führung. Schon am zweiten Tag zeigte sich der Vorjahressieger Jan Ebus mit dem überaus erfahrenen Bart den Hartog als Navigator auf ihrem Porsche 356C, Baujahr 1964 an der Spitze. Das blieb so bis zum allerletzten Tag der Rallye. Durch ein Missverständnis in ihrer Zeitkarte kassierten die Führenden zweieinhalb Minuten Strafzeit und beförderte sie in die hinteren Ränge. Immer auf den Fersen des führenden Teams blieben Ebus und den Hartog. Doch auch sie bekamen eine Minute und 45 Sekunden Strafpunkte, weil sie insgesamt 17 Minuten zu spät an der Zeitkontrolle eingetroffen waren. Somit landete dieses Team auf Platz 3.

Mit den wenigsten Strafpunkten siegten also Paul Crosby und Andy Pullan im 1970 Porsche 911. Wäre ihr Porsche nur ein Jahr älter gewesen – die beiden hätten den Gesamtsieg für sich mit großem Abstand verbuchen können.