Grand Prix Historique Monaco

Monte Carlo. Anfang Mai stand ganz Monaco auf Retro: der 11. Grand Prix Historique brachte wie in alten Zeiten die Häuserschluchten des Zwergstaates zum Beben. Der Grand Prix de Monaco Historique findet alle zwei Jahre statt.

Einmal in die Fußstapfen von Rennlegenden wie Stirling Moss, Ayrton Senna oder Graham Still zu steigen ist der Traum vieler Besitzer historischer Rennwagen. Der einzigartige Historic Grand Prix in Monaco macht’s möglich. Nur den richtigen Wagen muss man haben, denn der Andrang der Starter ist so groß, dass nur historisch wertvolle Fahrzeuge zum Zug kommen. Für die Zuschauer ist der Event zeitgleich ein Schauplatz für Fahrzeuge, die man sonst nicht auf der Straße sieht. 2018 nahmen rund 300 Rennfahrzeuge an diesem Event teil.

Mit lautem Grollen fahren die Rennboliden über die historische Rennstrecke, die in den 50er Jahren eigens für den Rennsport angelegt wurde. Der Rennkurs ist eng und hat sehr viele Tücken. Die steile Kurve am Fairmont Hotel, der Aufstieg zum Casino oder auch der schnelle Abschnitt durch den Tunnel in Richtung Hafen. Die Rennstrecke führt wie früher durch die Häuserschluchten und den Hafen von Monaco. Berühmte Bilder aus Rennsportarchiven wie vor dem Casino oder dem Hotel Paris werden wieder lebendig.

Im Gegensatz zu den heutigen Formel 1 Rennen legen die Oldtimer je nach Kategorie nur 10-15 Runden zurück (statt der 78 Runden). Sonst bleibt alles wie gehabt: die selbe Strecke, das gleiche hektische Treiben in der Boxengasse. Der Grand Prix de Monaco Historique hat ein ganz besonderes Flair.

Während sich in der Klasse E, Formal 1 Fahrzeuge von 1966 bis 1972 die beiden Rennfahrer Bjorn Wirdheim im March 711, Stuart Hall im MCLaren M19A auf nasser Strecke sich einen erbitterten Kampf liefern, vergisst man völlig, in welcher Zeit man sich befindet.

Neben der Rennen in den einzelnen Klassen gab es aber auch einige Demonrationsfahrten. Darunter auch eine Show Fahrt einiger historischer Formel 1 Legenden. Hinter dem Steuer saßen Helden der Fomel 1 Geschichte wie Mika Häkkinen, Eddie Irvine oder auch Emanuele Pirro. Chopard präsentierte 70 Jahre Porsche und schickte zum Beispiel Jackie Ickx in seinem Le Mans Siegerwagen Porsche 936 auf die Strecke.Seine Tochter Vanina Ickx fuhr den Porsche 718 F2. Derekt Bell und Werksrennfahrer Dan Gurney steuerten jeweils einen Bell 804 F1.

Eine Sportwagen Klasse bot eine feine Auswahl an Maserati-Sportwagen, darunter eine Auswahl von 300S, A6GCS und der äußerst erfolgreiche 200S-Prototyp, der kürzlich nach vielen Jahren in blankem Aluminium nun lackiert wurde.

Die 11. Auflage des Monaco Historic Grand Prix war erneut ein großartiges Renn-Erlebnis. Angelehnt an den World Championship Grand Prix, mit seiner Strecke, die nicht wirklich für den Rennsport geeignet ist, sorgten die professionellen Teams für einen reibungslosen Ablauf. Die Auswahl der Fahrzeuge und die Piloten der Rennboliden boten dem Publikum eine perfekte Vorstellung, wie die Rennen seinerzeit waren und was die Fahrer damals leisten mussten.