Goodwood Member Meeting – Spannende Zweikämpfe und Amusement

Die 2,4 Meilen Rennstrecke ist legendär und zieht alljährlich bei jeder Veranstaltung tausende Zuschauer an. Der Goodwood Motor Circuit in West Sussex, England war am Wochenende vor Ostern „The Place to be“ für 33.000 Enthusiasten des historischen Motorsports. Das Goodwood Member’s Meeting wurde von Lord March, dem Eigentümer des luxuriösen Landgutes ins Leben gerufen. Die Kameradschaft der 1950er und 1960er Jahre soll gepflegt werden – mit allen Sinnen, wie in der guten, alten Zeit. „Ich bin stolz, dass es uns gelungen ist“, so der Earl of March „bei diesem 74. Members Meeting eine besondere Auswahl an Rennwagen und Motorrädern zusammenzubringen.“
In diesem Jahr waren es insgesamt zwölf Rennen, die während des zweitägigen Events abgehalten wurden. Drei der herausragende Zeitzeugengruppen des Motorsports – Super-Touringwagen der 1990er, bodenständige Formel 1 Wagen und Gruppe 5 Sportwagen der 1970er Jahre – fuhren mit.
Die Rennen wurden mit großem Engagement gefahren. Reifen an Reifen trieben sich die Klassiker über die Strecke. Alle Kollisionen gingen glimpflich aus – auch wenn es manchmal anders aussah.
Neu in diesem Jahr war auch die Gerry Marshall Trophy. Ein Rennen, bei dem sich die Limousinen der Jahre 1970-1982 miteinander messen. Die S.F. Edge Trophy für Fahrzeuge aus der Edwardischen Epoche (Anfang 1900, Zeit des brit. Thronfolgers Eduard VII ) bis zum Jahr 1923 begeisterte die Zuschauer ebenfalls. Der winzige Oldtimer von Duncan Pittaway, ein GN Curtis von 1921, schlug dabei den gigantischen Delage DH V12 von Mattias Sielecki. Eine Schau war der Sunbeam „Indianapolis“, den Julian Majzub über die Rennstrecke trieb.
Als allererstes Motorradrennen beim Goodwood Member’s Meeting wurde die Hailwood Trophy ausgetragen für Zweizylinder 250cc und 350 cc Grand Prix Motorräder, die in den 1970ern Rennen fuhren. Gewonnen hat Ian Simpson auf einer 1979 Yamaha TZ350E. Richard Parker auf einer 1981 Spondon Yamaha TZG wurde Zweiter und Dean Stimpson mit seiner Harris Yamaha TZG belegte den dritten Platz.

Heiß umkämpft war der Derek Bell Cup – ein Rennen für Formel 3 Fahrzeuge von 1964 bis 1970. Die Lorbeeren holte sich Andrew Hibbard mit seinem 1966 Brabham-Ford BT 16, gefolgt von Peter Thompson (1968 Brabham-Ford BT21) und Jim Blockley (1970 Cehvron-Ford B17). Den Pokal der Graham Hill Trophy für 1960-66 GT Fahrzeuge nahm James Cottingham in einer Shelby American Cobra Daytona Coupé mit nach Hause. Gefolgt wurde er von Andrew Smith (Platz 2) und Rob Hall – ebenfalls mit AC Cobra.

Den Sieg im Parnell Cup für Grand Prix, Formel 2 und „Voiturette Fahrzeuge“, die bis 1953 Rennen fuhren, durfte William Nuthall in einem Cooper-Bristol Mk2 für sich verbuchen. Zweiter wurde Eddie McGuire im 1952 Cooper-Bristol Mk 1 und Dritter Marc Valverkens im 1952 Gordini Type 16.

Das finale Rennen des Wochenendes drehte sich um den Peter Collins Trophy für 1948-55 Sportwagen mit Trommelbremsen. Sam Hancock gewann im 1953
Cunningham C4R, Zweiter wurde Steve Boultbee-Brooks (1955 Aston Martin DB3S) und Dritter Richard Woolmer (1954 HWM-Cadillac).

Zusätzlich zu der rasanten Rennen wurde eine Reihe von High-Speed, High-Oktan Demonstrationen präsentiert wie die Formel-1-Autos aus den späten 1970er und frühen 1980er Jahren, die ihr unverwechselbares Heulen zum Besten gaben. Die Gäste genossen auch den Anblick der Gruppe 5 Sportwagen – darunter ein Rekord Treffen von Ferrari 512s und 917s Porsche.
Als offizieller Timing Partner des Events inszenierte IWC Schaffhausen eine ganz besondere Feier bei der drei bedeutende Mercedes-Benz Silberpfeile gezeigt wurden und Rennfahrer und mit F1-Legenden wie Mika Häkkinen und Jochen Mass Demonstrationsrunden in den W196s fuhren.

Neben des Attraktionen auf der Rennstrecke vergnügten sich die Besucher bei vielfältigen Amusements und verdienten dabei Punkte, die auf das Konto ihrer bevorzugten House-Gruppe eingezahlt wurden.