Le Mans Classic

Die ansteigende Anzahl historischer Rennwagen, Fahrer aus der ganzen Welt sowie weitere Autoclubs, Aussteller und Aktivitäten bestätigen das unbestreitbare Wachstum der Le Mans Classic seit seiner Gründung im Jahr 2002. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung ist eine Ausnahmeerscheinung. Eine großformatige Retrospektive zur Geschichte des legendären 24-Stunden-Rennens, das Peter Auto und der Automobile Club de l’Ouest gemeinsam organisiert haben. Immer mehr Sammler historischen Rennfahrzeuge sind begeistert und nutzen die die einmalige Gelegenheit zum Rennfahren auf der großen Rennstrecke von Le Mans. Das gilt natürlich auch für das Publikum, das in noch größerem Umfang als bei den vorherigen Le Mans Classics an der Veranstaltung teilnahm, wie ein neuer Zuschauerrekord von 135.000 Zuschauern an dem Rennwochenendedurchaus belegt. Dies entspricht einer Steigerung von 10% gegenüber dem Event 2016!

Um 16.00 Uhr fiel am Freitag die karierte Startflagge zur 9. Ausgabe der Le Mans Classic. Alle Bedingungen für ein erfolgreiches Event Wochenende waren gegeben, um den Erfolg der vorherigen Ausgaben fortzusetzen: herrliches Wetter, 24 Stunden, die die Geschichte des größten Ausdauerrennens in der Welt bei dem 700 historische Rennwagen von 1923 bis 2014 die Historie wiederspiegeln, über 1000 Fahrer aus 30 Nationen, zehn ehemalige Sieger der 24 Stunden von Le Mans, neun Grids sowie Paraden und Demonstrationsfahrten auf der Strecke; Nicht zu vergessen die Präsenz von rund 8.500 Autos, die von 200 Vereinen von 60 Marken mitgebracht wurden, das 70. Jubiläum von Porsche, der 40. Sieg der Alpine bei den 24 Stunden von Le Mans, die Artcurial Auktion, der Concours Le Mans Heritage Club, Little Big Mans und zweihundert Ausstellern aus der ganzen Welt, die Produkte rund um klassische Fahrzeuge und Lifestyle im Angebot hatten.

Am Samstagmorgen begannen die Feierlichkeiten mit der On-Track-Action, die von diesem Moment an nicht mehr aufhörte. Nach den Auftaktparaden der Clubs und des Le Mans Heritage Clubs mit 24 Fahrzeugen, die die Geschichte des Sarthe-Events geprägt haben, startete die Jaguar Classic Challenge Rennen. Auf der Strecke waren fast 60 Fahrzeuge, die die Coventry-Markenlegende (Typ Cs, Ds, Es XKs plus MKIs und MKIIs) geprägt haben. Das Rennen dauerte 60 Minuten und der Sieg ging an den Engländer Martin O’Connell in seinem Jaguar E-Type.

Dann waren es die neueren und ikonischen Gruppe-C-Prototypen, die zum zweiten Mal in Folge mit rund 40 Fahrzeugen auf ihrem Lieblingsjagdgelände fuhren: Porsche 956s und 962s, Jaguar XJR 8 , 9, 11, 12 und 14, Peugeot 905, Toyota 85C, Nissan R90, Courage C26, Rondeau M382 sowie Spice, Tiga, ALD, etc. Es gab den Zuschauern die Möglichkeit, in einer 45-minütigen Veranstaltung eine Zeit zu erleben, die Spezialisten als das goldene Zeitalter des Langstreckenrennens bezeichnen. Sieger wurde der Brite Michael Lyons 1991 in einer Gebhardt C91.

Der großen Newcomer bei der Veranstaltung 2018, die Golden Endurance Legends, gingen dann auf die Strecke, um Le Mans Classic mit den GT1 und LM P1 der 1990er und 2000er in eine völlig andere Ära zu entführen. Mit diesem Demonstrations-Grid konnte Le Mans Classic seine Retrospektive der 24 Stunden von Le Mans bis 2016 mit legendären Autos wie dem Audi R8, Bentley Speed 8, Peugeot 908 HDI, Pescarolo 01 (von Henri Pescarolo selbst), Toyota GT-One ( gefahren von Emmanuel Collard, einer der Fahrer des derzeitigen Teams), der Alpine A460, Ferrari 333 SP, McLaren F1 GTR, Maserati MC12, Chrysler Viper GTS-R, Venturi, Saleen S7-R, Panoz Esperante, usw.

Um den 70. Geburtstag von Porsche zu feiern, ging eine außergewöhnliche Parade auf die Strecke. Angeführt durch das erste von der deutschen Marke gebaute Fahrzeug, der Nr. 1 365er, der am 8. Juni 1948 homologiert wurde. Gefahren wurde er von Felix Porsche, Enkel von Ferdinand Porsche-Gründer der Marke, und Felix Lange, Felix Porsches Cousin und Ferdinand Piëchs Enkel. Die nachfolgenden Fahrzeuge stammen aus dem Porsche-Museum in Stuttgart: ein 911 Carrera RSR von 1971, gefahren von Derek Bell (fünfmaliger Sieger der 24 Stunden von Le Mans), ein 911 2.5 ST mit Marc Meurer (Porsche France General Manager) am Lenkrad, ein 906 Carrera (1966) für Romain Dumas (zweifacher Sieger von Le Mans), ein 908/3 mit Henri Pescarolo (viermaliger Sieger), Richard Mille (Hauptpartner von Le Mans Classic mit EFG) in einem 962 und der 1998 Siegerwagen GT1 mit Stéphane Ortelli (eines der Siegertrios) im Cockpit. Die Auswahl stellte verschiedene Jahrzehnte der Rennsportgeschichte von Porsche Racing dar. Kurz darauf startete das Porsche Classic Race Le Mans. Es wurde in Zusammenarbeit mit Porsche Frankreich organisiert, um dieses historische Jubiläum und mehr als 70 Porsche aus den Jahren 1952 bis 1973, vom 365 Pre-A bis zum 911 RSR 2.8L sowie den 904 Carrera GTS, Carrera 6s ,910s. und 914/6 nahmen an der einstündigen Veranstaltung teil, wobei der 908 LH, gefahren von dem Franzosen Ewens Stievenart, als Sieger hervorging.

Didier Drogba, dessen Karriere in Le Mans begann, wurde am Samstag von GANT (offizieller Bekleidungslieferant für die 24 Stunden von Le Mans und Le Mans Classic) zum Start von Little Big Mans um 15:30 Uhr eingeladen. Fast 100 junge Fahrer im Alter von 7 bis 12 Jahren rannten in Le Mans Start Manier zu ihren Autos. Allesamt maßstabsgetreue Nachbildungen der Rennfahrzeuge, die einst bei den 24 Stunden von Le Mans gestartet sind. Die Kinder fuhren einen Teil des Bugatti-Kurses.

Nachdem die Parade der angehenden Fahrer beendet war, bereiteten sich die Autos im ersten Grids (Vorkrieg – 1923-1939) auf den offiziellen Start der 9. Le Mans Classic vor. Um 16:00 Uhr winkten Sébastien Loeb (9-facher Rallye-Weltmeister) und Felipe Massa (269 F1-Grands Prix und 11 Siege), beide Freunde der Marke Richard Mille, gemeinsam die französische Flagge, um die Männer und Maschinen zum 24-Stunden-Rennen zu starten. Das Rennen um die sechs Grids von 1923 bis 1981 wurde gestartet und dauerte bis zum Nachmittag des folgenden Tages.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war der prestigeträchtige Concours Le Mans Heritage Club, der 24 speziell handverlesene Fahrzeuge zusammenführte, die alle an den 24 Stunden von Le Mans von 1923 bis heute teilgenommen hatten. Die Jury, bestehend aus mehreren internationalen Fachexperten, verlieh an diesem Nachmittag (Sonntag) folgende Preise:

Best of Show: Toyota 94 CV (ACO)
1st Class 1923-1939: Adler Trumpf Rennlimousine (Alrika Allameh)
1st Class 1949-1960: Triumph TRS (Mike Otto)
1st Class 1961-1971: Sunbeam Alpine (Justin Harrington)
1st Class 1972-1981: Porsche 930 Turbo (Rolf Sigrist)
1st Class 1982-1991: WM Peugeot P88 (Jean-Michel Grison)
1st Class 1992-2018: Toyota 94 CV (ACO)
F.F.V.E. prize: Tracta Gephi (ACO)
F.I.V.A prize: Simca 8 (Pierre-Olivier Chazette)
„Premier Ministre“ special prize: WM Peugeot P88 (Jean-Michel Grison)
Restoration special prize: Ford GT40 (Eric de Caumont)
Jury’s “Coup de cœur” special prize: DB Coach Gignoux (Guillaume Waegemaker)

The Clubs’ Competition also awarded the following prizes to the winners:

1st prize: Original Flat 4 Drivers Club (President: Rémi Dargegen)
Prize: 10 track sessions at the 2020 event
2nd Prix: Amicale Tricyclecariste de France (President: Frédéric Viginier)
Prize:10 picnic baskets for the 2020 event
3rd Prize: Club « Qui n’en veut » (President: Vincent Geslin)
Prize: 10 packages with access paddock and pit grandstand for the 2020 event.
F.F.V.E special prize: Historic Lotus Register (President: Charles Helps)