Auferstehung des Jaguar XK-SS

Pünktlich zur New Yorker Auto Show stellt kündigt Jaguar die Neuproduktion eines „Oldtimers“ an! Ja, Sie haben richtig gelesen, eines Oldtimers. Denn Jaguar will bis 2016 neun Fahrzeuge des Jaguar XK-SS produzieren. Weshalb, erklärt der Rückblick auf die Historie des Jaguar XK-SS.

Zwischen 1955 und 1957 zeigten sich die Jaguar D-Types in Le Mans sehr erfolgreich. Dennoch stellte man die Kleinserie der D-Types bereits 1955 wieder ein. Übrig bleiben im Werk über ein Dutzend Rohkarossen und man beschloss bei Jaguar, aus diesen Straßentaugliche Supersportwagen zu bauen, die Jaguar XK-SS Serie. Diese Serie war vor allem für den US Markt bestimmt. Man verzichtete auf die markante Heckflosse der D-Types, entfernte die Strebe zwischen Beifahrer und Fahrer und setzte auf der Beifahrerseite noch eine Türe ein. Außerdem fügte man Chromstoßstangen, ein höhere Frontscheibe und ein Stoffdach hinzu und beließ ansonsten die Merkmale des Jaguar D-Types, wie die großen abgedeckten Frontscheinwerfer, die geschwungene aerodynamische Form und die ovale Kühleröffnung. Auch unter der Karosserie bleibe alles beim Alten. Aufgebaut ist die Karosserie als teilweise selbsttragende Karosserie. Lediglich die Front besteht aus einem Gitterrohr-Rahmen, der sich aus Sicherheitsgründen entlang des Getriebe-Tunnels nach hinten fortsetzt.

Wie auch die D-Types wird der XK-SS durch einen 3442 ccm Reihensechszylinder Motor mit rund 240 PS angetrieben. Durch das leichte Gewicht von nur 900kg ist eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 250 km/h möglich. Lediglich die hohe Frontscheibe bremst das Fahrzeug etwas aus und im Ungünstigen Fall, erreicht der XKSS lediglich eine Vmax von 230 km/h. Dennoch zählten die Jaguar XKSS zu den schnellsten straßentauglichen Supersportwagen. 1958 erwarb Steve McQueen einen dieser britischen Boliden und fuhr ihn bis 1969. Acht Jahre nachdem er das Fahrzeug 1969 verkauft hatte, holte er sich in wieder für 10.000 Dollar zurück. Dieses spezielle Fahrzeug mit prominenter Vorgeschichte steht heute im Peterson Museum in Los Angeles.

25 Jaguar XKSS sollten insgesamt gefertigt werden. Doch dazu kam es nicht. Am 12. Februar 1957 gab es im Jaguar Werk einen Brand in der Werkshalle, in der auch die noch nicht umgebauten Jaguar D-Types standen. 270 Fahrzeuge und 9 D-Types wurden komplett zerstört.

Nun, 60 Jahre nach dem damaligen Debut des XKSS auf der New York Auto Show 1956, kündigt Jaguar an, genau diese neun Fahrzeuge, die bei dem Brand zerstört wurden, nun bis 2017 zu fertigen. Vor kurzem sind die Fahrgestellnummern wieder aufgetaucht und damit kann Jaguar die Produktion beenden. Es ist nicht das erste Mal, dass Jaguar eine abgebrochene Serie vollendet. Auch einige geplante Jaguar E-Type Lightweight Fahrzeuge, deren Fahrgestellnummern vor einigen Jahren aufgetaucht sind, wurden neu gefertigt.

Die neu gefertigten Jaguar XKSS Modelle sollen preislich bei etwa 1 Millionen Pfund liegen.