Historic Grand Prix Zandvoort

Schöne historische Einsitzer, Tourenwagen, GTs, Sportwagen und Beiwagen, zahlreiche Zuschauer und ausgezeichnetes Spätsommerwetter, abgesehen von einem kurzen Regenschauer am Freitagmorgen: Das waren die Zutaten für einen sehr erfolgreichen siebten Lauf des Historic Grand Prix Zandvoort in sein aktuelles Format. Drei Tage lang feierte der Circuit Zandvoort die Geschichte des Motorsports und auch hier konnte das Publikum ein abwechslungsreiches Programm genießen.

Zum ersten Mal wurden die vier vom Weltmotorsportverband FIA sanktionierten historischen Rennsportkategorien in einer Veranstaltung zusammengeführt. Die FIA Masters Historic Formel Eins Meisterschaft, die FIA Masters Historische Sportwagen Meisterschaft und die FIA Lurani Trophy für Formel Junior Cars waren bereits während früheren Ausgaben des Historic Grand Prix zu sehen und waren auch dieses Jahr wieder dabei. Der Circuit Zandvoort diente außerdem als Austragungsort für den ersten FIA Historic Formula 3 European Cup, ein neuer Wettbewerb für Formel-3-Fahrzeuge zwischen 1971 und 1985. Mit der Ernennung des Circuit Zandvoort zum neuen Format würdigte die FIA die bedeutsame Geschichte der Formel 3 Rennen auf der Rennstrecke in den Dünen. Das Interesse der Teilnehmer war groß, da das Feld rund 30 Fahrzeuge hatte.

Der historische Formel 2 und F3-500 Owners Association für leichte Formel-3-Autos mit 500 cc-Motoren waren auch auf dem Circuit Zandvoort mit eigenen Grids präsent. Nach dem erfolgreichen Debüt im vergangenen Jahr kehrte der Camathias Cup für Gespanne ins Programm des Historic Grand Prix Zandvoort zurück.

Neu in diesem Jahr waren die Tourenwagen Classics, die deutsche Tourenwagen-Kategorie, die von Mitte der 1980er bis Mitte der 1990er-Jahre in der DTM unterwegs war, sowie die Zweiliter-Super-Tourenwagen der britischen Tourenwagen-Meisterschaft und die deutsche STW-Meisterschaft in den 1990er Jahren. Es gab mehr Tourenwagen- und GT-Action in der Gentlemen Drivers-Klasse sowie den niederländischen Meisterschaftstypen GTTC und HTGT.

Wie schon in den Vorjahren erhielten die Sieger der Rennen am Sonntag jeweils eine der limitierten „Historic Grand Prix Zandvoort“ -Siegeruhren von Chopard, die in Kooperation mit Event-Partner Gassan entwickelt wurden. Eine Uhr aus der limitierten Auflage von 25 Stück wurde am Freitag für die Princess Maxima Foundation versteigert. Eine Spende von 18.000 Euro wurde erzielt. Eine weitere Uhr ging an den Belgier Roland Bruynseraede, langjähriger Renndirektor in der Formel 1 und der DTM, der auch häufig als Rennleiter in Zandvoort fungierte, um seinen Beitrag zu diesem Sport zu würdigen.

Zwei weitere Event-Partner, BMW und Porsche, waren erneut mit eindrucksvollen Fahrzeugen aus den Werks-Kollektionen vertreten. BMW brachte einen BMW M1, einen McLaren BMW F1 und den BMW V12 LMR, der 1999 die 24 Stunden von Le Mans gewann. Fahrer bei den Demonstrationen waren Peter Kox, Jan Lammers und John Bosch. Für Porsche präsentierten Gijs van Lennep, Jürgen Barth, Harm Lagaaij und Paul und Max van Spluntereren Autos wie den 356 SL, 906, 908/3 und 961. Das DAF Museum war mit einer Auswahl aus seiner Sammlung vertreten Der 1988 in Le Mans gekürte Silk Cut-Jaguar XJR9 war mit Andy Wallace am Steuer. Es war auch schön, die beiden Ferrari Tipo 156 „sharknose“ Repliken mit dem ehemaligen Ferrari-Werksfahrer Arturo Merzario am Steuer des einen Fahrzeugs zu sehen.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung, insbesondere für ausländische Teilnehmer, war sicherlich die traditionelle Parade der Rennwagen von der Rennstrecke in das Zentrum von Zandvoort am Samstagabend. Jan Lammers führte die Wagenparade am Steuer des Ralt-Toyota RT1 an, mit dem er 1978 den Titel der europäischen Formel-3-Meisterschaft gewann. Der Bürgermeister von Zandvoort, Niek Meijer, war Passagier in einem historischen Bentley. Nach der Parade wurden die Autos in den Straßen im Zentrum von Zandvoort ausgestellt, so dass die Zuschauer die Autos aus nächster Nähe betrachten konnten. Mit Livemusik und vollgepackten Terrassen herrschte in Zandvoort eine gute Atmosphäre für viele weitere Stunden, aber alle waren am Sonntagmorgen für den letzten Tag der Veranstaltung wieder auf der Rennstrecke. „Wir blicken auf einen sehr erfolgreichen historischen Grand Prix zurück“, Erik Weijers, C.O.O. von Circuit Zandvoort, sagte. „Die meisten Fahrer haben bereits gesagt, dass sie gerne nächstes Jahr wiederkommen würden!“