Rückblick auf die Techno Classica 2016

Zum 28. Mal eröffnete die Techno-Classica in der zweiten April Woche 2016 ihre Tore zu einer der begehrtesten Oldtimer Messen in Europa. Fünf Tage lang drehte sich alles um Young- und Oldtimer.

Auch die MOTORWORLD nahm diese Veranstaltung zum Anlass, die einzelnen Stützpunkte und ihre Partner zu präsentieren. Die Besucher der MOTORWORLD konnten sich intensiv über die aktuellen Projekte in München, Zeche Ewald und Köln Butzweiler Hof informieren. Besonderes Interesse galt auch der MOTORWORLD Manufaktur und der diesjährigen MOTORWORLD Classics in Berlin. Vom 6. bis 9. Oktober findet dann wieder in den historischen Hallen der Messe Berlin und deren Sommergarten unterm Funkturm die faszinierende Welt automobiler Leidenschaft Einzug. Dabei setzen die Veranstalter auch diesmal auf den schon bei der Premierenmesse 2015 begeistert aufgenommenen Look and Feel im Stil der guten alten Zeiten. Und nicht nur das, die Oldtimer-Szene bekommt noch mehr Raum, denn die MOTORWORLD Classics Berlin 2016 wird zwei zusätzliche historische Messehallen belegen.

 

 

Arthur Bechtel zeigte am Stand der MOTORWORLD einen sehr original erhaltenes Mercedes Benz 540K Cabriolet mit Patina. Während auf anderen Messen kaum mehr Vorkriegsfahrzeuge präsentiert werden, war auf der diesjährigen Techno Classica noch eine Vielzahl an seltenen und formschönen Vorkriegsmodellen zu finden.

Auffällig waren in diesem Jahr die zahlreichen Konzept- und Neuwagen in Verbindung mit den historischen Vorgängern. Die großen Marken spannten so den Boden zwischen Historie und der aktuellen Entwicklung. So präsentierte zum Beispiel Opel die jüngste Konzeptstudie des Opel GT, direkt neben der ursprünglichen Opel GT Studie und einigen Rennversionen wie zum Beispiel von Irmscher oder Conrero.  Volvo feierte eine ganze Designlinie im Bereich Kombi-Fahrzeuge und die italienischen Marken Alfa Romeo und Fiat stellten ihre aktuellen Modelle des Alfa Romeo Giulia und des Fiat 124 aus. Das absolute Highlight der Designstudien auf der Messe war allerdings das Volkwagen Golf GTI Roadster Konzept aus Anlass des 40sten Geburtstags des Volkswagen Golf GTI. Wurde der Motor dieses schnittigen Roadsters gestartet, strömten die Besucher in der Halle 7 zum roten Boliden. Im Zuge des Jubiläums zeigte Volkswagen rund um die roten GTI Buchstaben einige Golf GTI Modelle aus unterschiedlichen Generationen. Darunter ein Golf GTI MK1 bis hin zu dem Golf GTI MK3  und einer Rennversion. Während der Messe bauten Auszubildende des Volkswagen Werks einen restaurierten Golf GTI MK1 direkt am Stand auf, um ihn am letzten Tag dann auf den Rädern aus der Halle zu fahren. Am Stand von Audi waren zwei Mittelmotor Klassiker und einige Exemplare aus der frühen Geschichte der Marke zu sehen. Skoda führte mit einigen Klassikern eindrucksvoll durch die gesamte Firmengeschichte.

Auch BMW konnte dieses Jahr auf ein bedeutsames Jubiläum zurückblicken und stellte auf der Messe technische Meisterwerke aus 100 Jahren Geschichte aus, beginnend bei dem Flugzeug Typ Klemm L25 von 1923 mit BMW Motor, bis hin zu Fahrzeugen aus der jüngsten Automobilgeschichte von BMW.

Etliche einzigartige Mile Miglia Fahrzeuge wurden im Atrium der Messe präsentiert.

Wer auf der Messe seltene und besondere Fahrzeuge suchte, wurde auf der Techno Classica fündig. So zum Beispiel der Ferrari 500 Superfast aus dem Vorbesitz des Schauspielers Peter Sellers, ein Mercedes Benz 170 SD Werkstattwagen aus dem Vorbesitz der Renfahrerlegende Juan Manuel Fangio. Ganz im Flair der Great Gatsby Ära zeigte sich der Auburn Duesenberg Roadster.  Gleich daneben, das aerodynamisch gestaltete Abarth Rekordfahrzeug. Besonders elegant zeigten sich der Delahye 135 Ghia, ein Chrysler Special Ghia  und ein ausgesprochen schöner Pegaso. Ein Sportwagen der bei genauerer Betrachtung nochmals überrascht, da er mit schönen Details geschmückt ist. Als „Best of Show“ wurde der Ferrari 259 GT SWB am Stand von Axel Schuette ausgezeichnet.

Die Oldtimer Szene würde ohne die Clubs kaum Bestand haben und so waren es auch die Clubs, die ebenfalls einige Highlights zeigen konnten. 125 Jahre Panhard war eines der Themen. Der Panhard Club präsentierte mit dem P2D von 1892 das älteste Fahrzeug auf der Messe. Daneben einige weitere Modelle aus der Historie von Panhard.  Der Ford Club Stand  wurde der Le mans Sieg von 1966 gefeiert und unter einem Torbogen waren daher drei Ford GT zu sehen, die symbolisch für den legendären Zieleinlauf 1966 standen.  Der Fiat 500 Club zeigte im 1:1 Maßstab den Bausatz und Live-Zusammenbau eines Fait 500.

Hauptgesprächsthema auf der Techno Classica war allerdings vor allem die extreme Preisexplosion, die zum Teil zu völlig unrealistischen Preisen führte, wie zum Beispiel ein Porsche 911 SC Targa für ca. 198.000 Euro oder ein Porsche 924 der mit 84.000 Euro ausgezeichnet war.  Fahrzeuge die vor einigen wenigen Jahren noch zwischen 20.000 und 60.000 Euro kosteten, sind mittlerweile nicht mehr unter einer sechsstelligen Summe zu erhalten. Ein wenig fehlt es mittlerweile an der Leidenschaft auf einer solchen Messe.