Rallye – Die französische Doppel-Mille

Fans vergleichen die 25. Edition der Tour Auto Optic mit einem besonders guten Wein, einem Jahrgang, den man so schnell nicht vergessen wird. 237 Konkurrenten waren im Grand Palais in Paris gestartet und über die Champs-Élysées zum offiziellen Start mit Zeitnahme beim Château de Courances zu wechseln. 100.000 Zuschauer verfolgten dieses Spektakel.

Die große Oldtimer-Tour in den Sünden der französischen Republik ist eine Hommage an die „Tour de France Automobile“, die 1986 zum letzten Mal ausgetragen wurde. Dies ist auch der Grund, weshalb zur Teilnahme nur Modelle zugelassen sind, deren Baujahre zwischen 1951 und 1973 liegen und weder an Motor noch Karosserie verändert wurden.
2000 Kilometer in fünf Tagen – das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, wenn sie gespickt ist mit elf Zeitprüfungen auf abgesperrten Straßen und Fahrten auf Rennstrecken wie Dijon, Bresse, Lédenon und Paul Ricard.
Über eine neu gewählte Strecke mit den Zwischenstation Städten Beaune, Lyon, Marseille und Valance rollte der Tross der hochkarätigen Klassiger Richtung Cannes. Den Sieg trug schließlich die Crew Jean-Pierre Lajournade und Christophe Bouchet in ihrem Jaguar E-Type davon.
Pikant waren die nächtlichen Sonderprüfungen. Bei der letzten Etappe verließen die Oldtimer-Teams in den frühen Morgenstunden Marseille um über kurvige Straßen die Seealpen zu erobern. Abenteuer pur auf 8,4 Kilometer – manchmal schwer, sich zu konzentrieren zwischen den atemberaubenden landschaftlichen Ausblicken auf der 8,4 Kilometer langen Strecke. Den Sieg dieser Prüfung holten sich Andrew Smith und James Cottingham im Ford GT40. Sie schlugen sogar die haushohen Favoriten Jean-Pierre Lajournade im E-Type und Ludovic Caron in der Shelby Cobra um elf beziehungsweise 16 Sekunden. Shelby Cobra
Großer Bahnhof für die Teilnehmer dann am Abend in Cannes. Auf der berühmten Croisette zwischen den Nobelhotels und dem Meer durfte gefeiert werden.