Rekord Auktionen in Monaco

Das zweite Mai-Wochenende 2016 war in Monaco nicht nur durch lautes Motorengeräusch geprägt, sondern auch von einigen Schlägen des Auktionshammers. Im Rahmen des Grand Prix Historique Monaco hatten auch die großen Auktionshäuser geladen. Es gab Einiges, was das Herz eines Sammlers höher schlagen lässt, zu ersteigern. Und was konnte hier mehr im Rampenlicht stehen, als Rennfahrzeuge.
Bonhams konnte zwei sensationelle Rekordverkäufe vermelden. Eine echte Bieterschlacht löste der ehemalige Benetton B191/191B Formal 1 Rennwagen aus, mit dem Michal Schumacher in der Saison 1991 / 1992 zum ersten Mal seinen Platz auf dem Siegerpodium erkämpft hatte. Das Estimate für diesen Rennboliden lag bei 220.000 bis 280.000 Euro. Mit einem Endgebot von 920.000 Euro lag der Erlös weit über dem eigentlichen Estimate. Ebenfalls deutlich über das Estimate kam der Jaguar XK120 C-Type Racing Two Seater, der mit einem Höchstpreis von 7,25 Milionen Euro versteigert wurde. Diese war ca. eineinhalbfach höher der geschätzte Wert des Rennwagens, der 1953 in Le Mans gestartet ist und anschließend seit 1963 in dem gleichen Besitz geblieben ist.

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Auch bei RM & Sotherbys waren es vor allem die sportlichen Klassiker oder Rennfahrzeuge, die das Bieten in Schwung gebracht hatten. Doch die großen Hoffnungsträger blieben stehen. So erreichte der 1968 Ferrari 275 GTS/4 N.A.R.T. Spider mit einer Scaglietti Karosserie nicht einmal annähernd das Estimate von 19 bis 22 Millionen Euro. Auch andere Ferraris, wie der 1972 Ferrari 365 GTS/4 Daytona Spider, der 1967 Ferrari 330 GTS Pininfarina oder der 1964 Ferrari 250GT/L Berlinetta Luso by Scaglietti, aber auch der 2008 Peugeot 908 HDi FAP Le Mans Prototype konnten nicht versteigert werden. Insgesamt erreichten 32 Fahrzeuge nicht das Esimate.
Doch trotz alledem konnte RM Auctions einige Rekordverkäufe vermelden. Der Verkauf des 1995 Lamborghine Diablo SE30 Jota erreichte einen Weltrekordpries und wurde mit 672.000 Euro versteigert. Ebenso weltrekordverdächtig ist der Erlös von 336.000 Euro für den Aston Martin DB AR1 von 2004. Ein 1982 Renault 5 Turbo Gruppe 4 konnte ganze 476.000 Euro erzielen. Das absolute Highlight allerdings war bei dieser Auktion der Austin Healey 3000 Mk1 Werksrennwagen, der für 40.000 Euro an einen neuen Besitzer wechselte.
Die RM & Sotherbys Auktion in Monaco selbst gab es Neues. Der langjährige Auktionator Max Girardo hatte sich selbstständig gemacht. Neu an Bord war erstmals in Monaco Maarten ten Holder, der durch die Auktion führte. Ein schweres Erbe – doch die zurückhaltenden Verkäufe sind sicherlich nicht darauf zurückzuführen.