Swiss Classic World in Luzern

Zum dritten Mal fand in Luzern Ende Mai die Oldtimer Messe Swiss Classic World statt. Eine noch junge Messe, die qualitativ mit den Branchenriesen mithalten kann. In diesem Jahr meldete der Veranstalter zwanzig Prozent Anstieg der Exponate und der Besucherzahlen. Ausgestellt waren über 600 Fahrzeuge bei 191 Ausstellern und etwa 8500 Besucher. Fahrzeuge mit klangvollen Namen waren zu sehen wie Studebaker und Maserati Rennwagen aus den 1930er Jahren, Panhard oder auch das Amilcar Cyclecar. Die Vielfalt der Exponate war groß und bot für jeden etwas dabei. Eine ganze Halle war den US Cars gewidmet, und neben den großen Limousinen waren auch einige seltene Musclecars und Dragracer zu bestaunen.
Das Schweizer Auktionshaus Fischer stellte zum ersten Mal auf dieser Messe 23 exklusive Fahrzeuge zur Versteigerung, das Interesse der Zuschauer war groß, der Verkauf direkt vor Ort mit fünf Fahrzeugen eher verhalten. Die großen Highlights blieben unter dem Limit. Der Alfa Romeo 6C 1750 GS Zagato erreichte ein Höchstgebot von rund 1,2 Millionen Euro, der Besitzer wollte ihn aber für diesen Preis nicht verkaufen. Der Schätzwert lag etwa bei 1,6 bis 1,8 Millionen Euro. Für umgerechnet etwas über 100.000 Euro wurde der rote Porsche 911 verkauft, den die Schweizer Tennisspielerin Martina Higgins 1997 bei einem Tennisturnier gewonnen hatte.
Der Veranstalter der Luzerner Swiss Classic World kündigte im Zuge der Messe noch ein weiteres Event in diesem Jahr an. Am 17. September findet am Luzerner Nationalquai ein Concours D´Elegance statt. Die Vorgeschichte: Zwischen 1928 und 1955 fand in Luzern regelmäßig ein solcher Concours statt.