Eine Homage – Renault Coupé Corbusier

Zwei Jahre arbeiteten Designer an diesem Renault Coupé Corbusier. Rechtzeitig zu den Feierlichkeiten anlässlich des 50. Todestages von Charles-Édouard Jeanneret-Gris, wie Le Cobusier eigentlich hieß, wurde das Fahrzeug fertig. Zu sehen ist es im Rahmen einer Sonderausstellung in Cobusiers Villa Savoye „Des Voitures à Habiter: automobile et modernisme XXe-XXIe siècles („Autos zum Leben: Automotive und Modernismus im 20. Und 21. Jahrhundert“). Die Ausstellung ist bis zum 20. März 2016 zu sehen. Courbusiers Villa ist erstmals seit umfangreichen Renovierungsarbeiten wieder im Originalzustand von 1932 zu sehen.
Die Umsetzung des Designs folgt den Gedanken Corbusiers, der als einer der einflußreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts gilt. Er stand mit seinen Entwürfen für eine radikale Änderung der Architektur als logische Konsequenz auf die rasante technische Entwicklung und deren Auswirkungen auf das Leben.
Corbusiers Villa Savoye war eines der ersten Häuser, das so gebaut wurde, dass ein Fahrzeug durch die tragenden Säulen fahren konnte und Garagen im Haus integriert waren. Die Ausstellung zeigt den Transformationsprozess der Villa und dass es für Corbusier vollkommen selbstverständlich war, dass sich Architektur den Bedürfnissen des Menschen anpasste.
Ebenso radikal ist der Entwurf des Renault Corbusier, vollkommen frei von irgendwelchen Vorgaben des Produktions-Gedankens. Groß und auffällig sind die Muster der Art Deko Bewegung auf dem Kühler – eine opulente Geometrie. Die extremen Proportionen aus den Hochzeiten französischer Karossiers wurden nachvollzogen, um die vermutlich maßgeschneiderten Gepäckstücke aufzunehmen.