Goodwood Festival of Speed

Einmal im Jahr lädt Lord of March zu seiner PS-Party auf dem herrschaftlichen Landsitz Goodwood ein. Mittlerweile hat dieser Event, das Goodwood Festival of Speed, an internationaler Bedeutung gewonnen und alles was Rang und Namen hat, ist hier zu finden. Das Anwesen liegt etwa eine Autostunde nördlich von London. Was sonst eher wie ein idyllisches märchenhaftes Paradies anmutet, wird an diesen Tagen von Superlativen geprägt: Schnell, laut und extrem sind die Schlagworte. Auf einem abgesperrten Weg, der als Bergrennstrecke ausgelegt ist, präsentieren Rennboliden ihre Leistung. Schon seit mehreren Jahren hat auch die Automobil Industrie erkannt, dass diese Präsentation auch für die Neuwagen Vorführung geeignet ist und so sieht man auch den ein oder anderen Prototypen oder Superboliden, den man sonst so einfach nicht zu Gesicht bekommt.

Der diesjährige Event wurde leider immer wieder durch starke Regengüsse unterbrochen und die Wiesen wurden sehr schnell zu Schlammlöchern. Doch da Engländer stets für solche Situationen vorbereitet sind, kam ein Großteil der 170. 000 Besucher bereits in Reit- oder Gummistiefeln. Der Freude an den automobilen Raritäten tat dieser Umstand keinen Abbruch. Wann kann man schon Museumsfahrzeuge, Formel 1 Boliden oder Exoten aus nächster Nähe in der vollen Dynamik und mit röhrenden Motoren erleben? In Goodwood ist das seit 1993 jedenfalls ein absolutes Muss. Hier wird alles gegeben. Jeder einzelne Teilnehmer lässt sein Fahrzeug auf der kurzen Strecke richtig „fliegen“. Der Lord of March nennt dies „Poetry of Motion“. Den Zuschauern gefällt es und sie jubeln den vorbeifahrenden Fahrzeugen entlang der Strecke zu.

In den einzelnen Fahrerlagern gibt es die Möglichkeit Rennfahrern wie Jackie Steward, Stirling Moss oder Nick Heidfeld die Hand zu schütteln und ein Autogramm zu holen. Die Atmosphäre ist auch hier Benzingeschwängert und man versteht kaum sein eigenes Wort, wenn die Rennteams ihre Motoren zum Warmlaufen anlassen.

Ein paar Meter weiter stehen auf einer Wiese die Pavillions der Automobilhersteller, in denen die Weltpremieren präsentiert werden. Ein absolutes Highlight darunter war der für 2018 geplante Bristol Pinnacle, der in seiner Form und Linienführung stark an den klassischen Bristol 404 erinnert. Aston Martin enthüllte das Vantage GT12 Cabriolet und Mazda zeigte den MX5 RF.

Das Spektakel hat aber auch seinen Preis. Das Eintrittsticket liegt zwischen 32 und 360 Pfund. Doch der Event ist diesen Preis auf jeden Fall wert.