Rallye Peking nach Paris

Eine der wohl härtesten Rallyes der Welt dürfte sicherlich die Reise im Oldtimer von Peking nach Paris sein. Aber sicherlich auch eine der abenteuerlichsten und interessantesten. Eine Herausforderung an Mensch und Maschine, denn die fast 13.700 Kilometer durch China, Mongolei, die Wüste Gobi, Weißrussland und quer durch Europa sind mehr als nur eine Ausfahrt und manch ein Oldtimer in hiesigen Garagen kann diese Laufleistung nicht einmal in ein paar Jahren nachweisen. Insgesamt durchfuhr die Oldtimer-Kolonne elf Länder und waren 25 Tage unterwegs. Doch die internationalen Teilnehmer sind begeistert und einige Teilnehmer Fahren bereits zum wiederholten Male diese Rallye. 107 Teams sind in Peking gestartet und 98 fuhren in Paris über die Ziellinie. 2016 fand die Rallye Peking to Paris zum sechsten Mal statt.

In der Vorkriegsklasse siegte das Team Bruce und Harry Washington mit ihrem Chrysler 75 Roadster von 1929. Mark Pickering und Dave Boddy siegten in der Nachkriegsklasse mit ihrem Datsun 240Z von 1973.  Doch, da bei der Teilnahme an einer solchen Rallye jeder Fahrer und Beifahrer als Sieger herausgeht, hat der Veranstalter auch noch besondere Preise ausgelobt. So erhielt das malaysische Team Hok Kiang Sia mit seinem Sohn den besonderen „True Grit“ Preis, da sie sich trotz eines Barndes in dem Motorraum des Rolls Royce Phantom von 1933 , hartnäckig wieder an das gesamte Feld herankämpften. Das Team David und Jo Roberts aus England erhielt den Preis „Against all odds“, da sie trotz mehrfacher technischer Probleme mit ihrem Sunbeam Alpine, es immer wieder schafften, das Fahrzeug selbst zu reparieren und neu aufzuschließen.

Sympathieträger der diesjährigen Peking paris Rallye war das Team Max und Lulie Stephenson mit ihrem Vauxhall OD 23/60 von 1923. Sie schafften jede Zeitkontrolle und jeden Checkpoint rechtzeitig, obwohl sie immer wieder anhielten, um anderen Teilnehmern bei Pannen zu helfen. Sie wurden daher mit dem „Spirit of the Rallye“ Award ausgezeichnet.

Die Eindrücke auf der langen Route sind mit Sicherheit nachhaltig. In vielen Orten feierte man die Durchfahrt der Teams mit ihren Klassikern und bereitete einen ganz besonderen Empfang vor. So zum Beispiel in Omsk / Novosibirsk, wo Cheerleader in den russischen Nationalfarben die Teams anfeuerten. Die Teams lernten auf ihrer Reise unterschiedlichste Kulturen und Leute kennen.

Die nächste Peking to Paris Rallye findet im Juni 2019 statt. Dann führt die Strecke durch Azerbaijan, die Türkei und Griechenland.