MotoClassic Breslau

Zum fünften Mal fand auf Schloss Topacz in Sleza bei Breslau der MotoClassic Wroclaw Event statt. Zu sehen waren im vierzig Hektar großen Park des Schlosses Fahrzeuge aus unterschiedlichen Epochen, aufgeteilt in zwei Altersgruppen, den Fahrzeugen bis Baujahr 1939 und den Fahrzeugen, die zwischen 1945 bis 1980 gebaut wurden. Neben den internationalen Marken sind auch polnische Fabrikate zu bestaunen, die man bei uns nicht zu sehen bekommt. So zum Beispiel sehr seltene Fahrzeuge der polnischen Automobilmarke Warszawa, wie der Pritschenwagen und der nur drei Mal gebaute Kombi. Das ausgestellte Exemplar war für einen Landtierarzt gebaut worden. Fünf Jahre hatte der Besitzer in die originalgetreue Restauration investiert.
In diesem Jahr feiert der Jensen Interceptor seinen 50. Geburtstag. Dies nahm der polnische Interceptor Besitzer und Clubmitglied des Jensen Clubs, Szyman Rajwa zum Anlass, ein europäisches Treffen in Breslau bei der Motoclassic zu organisieren. Aus Deutschland, der Schweiz, England und sogar aus Estland reisten viele Besitzer mit ihren Jensen Fahrzeugen nach Polen. Darunter sogar echte Raritäten wie zwei Jensen Interceptor Cabriolets, zwei Jensen FF, Jensen Healey Spider und Interceptor Modelle unterschiedlicher Baureihen. Ein seltenes Bild, das man selbst auf Oldtimer-Treffen nicht so oft sieht. Der Veranstalter zeichnete diese Ausstellung sogar mit dem Sonderpreis der polnischen Auto Bild Classic aus.
Auch Volkswagen Classic brachte einige Preziosen aus der hauseigenen Sammlung nach Breslau. Darunter ein Hebmüller Cabriolet, den Lufthansa Bulli Bus, einen Golf GTI 1, einen Karmann Ghia Typ 14 Cabriolet und den Prototyp des Karmann Ghia 1600 TL von 1965. Porsche Classic steuerte drei Ausstellungs-Fahrzeuge des Porsche 959 aus dem Museum in Zuffenhausen zur Motorclassic Wroclaw. Darunter der Sahara Porsche und ein Schnittmodell.
Die Parkanlage ist weitläufig, doch an allen Stellen ist etwas zu sehen. Sogar in dem kleinen Waldstück zwischen Schloss und den großen Parkwiesen. Hier hatte ein Händler zahlreiche Scheunenfunde arrangiert, die die Besucher für Erinnerungsfotos nutzten.
Auf der großen Wiese vor dem Schloss fand der eigentliche Concours D´Elegance statt. Rund um die Wiese zeigte sich viel Bewegung, denn die ausgestellten Fahrzeuge wurden zum Teil auch für Mitfahrgelegenheiten und Präsentationsfahrten eingesetzt. Zu sehen waren auch mehrere Rennlegenden aus der Historie der Rallye Monte Carlo. Der Rolls-Royce- und Bentley- Club präsentierte den Besuchern mondäne Limousinen. Darunter auch ein absolut original erhaltener Rolls Royce Phantom II, der die Patina der Zeit mit Würde trägt.