Concours d’Elegance in Pebble Beach

Aus rund 700 Bewerbern traf man 2016 beim Concours d’Elegance in Pebble Beach erst einmal eine Auswahl. Nur die Schönsten der Schönen werden alljährlich zugelassen zum automobilen Concours d‘Elegance im kalifornischen Monterey an der Westküste Amerikas. Rund 230 Automobil-Kostbarkeiten standen dann endlich 2016 im Wettbewerb. Die feingepflegten Wiesen zwischen dem 17. und 18. Loch des berühmten Golfplatzes auf dem der Event stattfindet, sind für die Ausstellung der einzigartigen Karossen frei gegeben.
Aus 16 Ländern brachten in diesem Jahr die stolzen Sammler ihre Fahrzeuge nach Monterey. Gewinnen kann ein Fahrzeug bei Pebble Beach nur, wenn er seinen Klassensieg erreicht hat. Dafür sind die Klassen-Juroren unter der Leitung von Chef Jurorin Sandra Button zuständig. Sie prüfen Originalität und Authentizität. Die Ehren-Juroren widmen sich der Eleganz, dem Stil und dem Design.

 

 

Die Highlights des diesjährigen Concours waren sicherlich die 17 Ford GT40, mit denen an den 1-2-3 Sieg von 1966 in Le Mans erinnert werden sollte. Sie boten ein außergewöhnliches Bild auf dem Green des Golfplatzes vor dem Ozean, das es so schnell nicht wieder zu sehen gibt.
Ebenfalls reinrassige Renngene hatten auch die aufgereihten Lamborghini Miuras und 16 Bizzarini Fahrzeuge, darunter echte Raritäten wie zum Beispiel der kleine Macchinetta auf der Basis des Fiat Topolino. BMW feierte das 100. Jubiläum der Marke und präsentierte unter anderem den restaurierten BMW 507 aus dem ehemaligen Besitz von Elvis Presley. Französische Eleganz zeigten die ausgewählten Fahrzeuge von Delahaye und des französischen Karossiers Chapron. Ein ganz besonderes seltenes Feld waren auch die zweisitzigen Indianapolis Rennwagen von 1930 bis 1937.

 

 

Vor vielen Jahren sahen sich die Veranstalter einst mit der Aussage konfrontiert, bei den ausgestellten Fahrzeugen handele es sich um Trailer Queens, also feine Oldtimer, die allerdings nur auf dem Hänger bewegt werden können. Das wollte man nicht auf sich sitzen lassen und kreierte, was heute „The Tour“ heißt und entlang der spektakulären kalifornischen Küste führt: Eine Ausfahrt für die Teilnehmer des Concours d’Elegance. „The Tour“ – auch „Pebble Beach Tour d’Elegance“ genannt und von Rolex präsentiert – führt nicht nur entlang der Küste und über den 17-Mile-Drive, sondern auch über den Mazda Raceway Laguna Seca. Im schönen Städtchen Carmel stoppt man kurz für eine Mittagspause bevor es auf dem Highway 1 weiter dem Ziel entgegen geht.

 

 

Nach aufregenden Tagen auf dem Golfplatz von Pebble Beach – ohne auch nur einen Golfball gesehen zu haben – war für Richard Mattei der große Moment gekommen. Er schrieb mit seinem Lancia Asturia Pinin Farina Cabriolet von 1936 Pebble Beach Geschichte. Der Titel „Best of Show“ wurde dem sportlichen Fahrzeug zuerkannt, das einst dem Beatles Gitarristen Eric Clapton gehört hatte. Das Fahrzeug wurde ursprünglich für einen Lancia Händler bei Pininfarina gebaut. Er wurde bereits zweimal restauriert, wobei die letzte Restauration fast fünf Jahre dauerte. Das Lancia Asturia Pininfarina Cabriolet konnte sich vor dem formschönen Delahaye 165 mit Figoni et Falaschi Cabriolet von 1938 behaupten, welcher den zweiten Platz belegen konnte. Auf den dritten Platz kam der Stutz DV-32 LeBaron Convertible Victoria von 1931.