Diamond Atelier DA#5

Eine Leidenschaft verbindet die beiden Gründer des Diamond-Atelier, München seit Teenagertagen: Motorräder. Während Pablo Steigleder schon auf der Panamericana unterwegs ist, legte Tom Konecny Hand an Motorräder. Zurück in München veränderte ein Blick in die lokale Biker-Szene das Leben der Beiden. Aufbruchstimmung herrschte in der Custom Bike Szene, von mehr Individualität, Pionierarbeit und einem neuen Lifestyle war die Rede.

 

Der Ursprung der Cafe Racer liegt in einer Subkultur, die sich in den 60er Jahren in Großbritanien bildete. Namensgebend ist das legendäre Ace Café vor den Toren Londons. Dort trafen sich junge „Rocker“ und trugen auf den umliegenden Straßen kurze Rennen aus. Es galt, „Record Races“ zu fahren. In der Jukebox wurde ein Lied angespielt und die Fahrer mussten vor dem Ende des angespielten Liedes von einer zuvor fest gelegten Strecke zurückkehren. Zentraler Mittelpunkt der Szene war immer das Bike. Da sich die jungen „Rebellen“ keine Rennmaschinen leisten konnten, wurden reguläre Serien-Motorräder auf das Minimalste gestrippt und entsprechend modifiziert. Schnörkellose Tanks, kleinere Scheinwerfer, einfache Sitzbänke und Stummel-lenker waren typisch für die Cafe Racer.

 

Bis heute, in der viele Menschen „nine-to-five“ arbeiten, sind solche eigenen Modifikationen nur schwer zu realisieren. Tom und Pablo stellten fest, das alle Cafe Racer gleich aussahen, da man sich regelrecht aus fertigen Baukastensystemen bediente. Ihren Vorstellung von Individualität entsprach das nicht.

 

Gleichermaßen enttäuscht und bestrebt nach mehr nahmen sie die Dinge selbst in die Hand. Sie wollten neue Maßstäbe in der Szene zu setzen. Von Grund auf. Um die Vision einer eigenen Marke für handgefertigte einzigartige Custom Bikes zu realisieren, begannen die beiden ihr Studium in Marketing und Automobil Maschinenbautechnik. In einer Sommernacht 2013 wurde schließlich das Diamond Atelier in München gegründet.

 

Nachdem Diamond Atelier mit ihren outside-the-norm BMW-Umbauten weltweit große Anerkennung fand, wollten Pablo und Tom eine völlig neue Herausforderung. Die Szene greift häufig auf die gleichen Motorrad-Modelle zurück, um Modifikationen vorzunehmen. Dem wollten die beiden etwas entgegenstellen.

 

Ihr neuestes Werk: Der Umbau DA#5 einer Suzuki DR650 Geländemaschine von 1992. Eine echte Herausforderung, denn das Dirt Bike in seinem Original Zustand ist weit von dem Entfernt, was die beiden als „gut aussehend“ definieren würden. Aber es ist ein perfektes Objekt, um Kreativität, Können und die Leidenschaft von Diamond Atelier zu demonstrieren.

Als erstes wurde der gesamte hintere Rahmen der Maschine umgebaut. Die hintere Schwinge wurde über eine neue Federung flacher gelegt und ein Metzeler Racetec RR Racing Slick Reifen schleißt das perfekt gelungene Heck ab. Der große Tank der Geländemaschine wurde durch einen klassischen 70er Jahre Tank ersetzt. Um die gesamte Linie des Bikes diesem Tank anzupassen, musste auch an der Front eine spezielle Lampenfassung und hinter der Sitzbank ein Buckel aus Blech geformt werden. Weit nach hinten versetzte Fußrasten und Stummel-lenker sorgen für die aggressiv wirkende Sitzposition des Fahrers. Bequem sollen die Cafe Racer nicht sein – die heutige Interpretation dieser Racer ist eher: So unbequem, das man mit Ihnen nur zum Kaffee trinken fahren kann.

Mit der DA#5 beweist Diamond Atelier, dass die Messlatte der Umbauten noch höher gehängt werden kann und zeigt sich im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig. Warten wir ab, was als nächstes Projekt in die Garage von Diamond Atelier kommt …

 

http://www.diamond-atelier.com