DIX MILLE TOURS

Am ersten Oktober Wochenende erklang der Circuit Paul Ricard zur Musik der historischen Rennfahrzeuge. Es war ein echter Leckerbissen für die rund 12 000 Zuschauer die bei sonnigem Wetter an die Rennstrecke strömten um ein neues Kapitel in der Geschichte des Automobils zu öffnen.

Die Dix Mille Tours steht seit 2010 auf der Peter Auto Veranstaltungskalender. Es ist ein mit Spannung erwartetes Rendezvous der Teilnehmer mit der Paul Ricard Rennstrecke, die aufgrund der Qualität und der Infrastrukturen ,aber vor allem wegen der technischen Herausforderung durch die Kurvenführungen hoch geschätzt wird. Die breiten Auslaufzonen, die die Strecke begrenzen, geben jedem Fahrer die Möglichkeit, ob erfahren oder nicht, das Gaspedal bius aufs Bodenblech durchzudrücken und die Historie der Strecke zu erfahren. „Die Rennstrecke ist sicher; die natürliche Umgebung ist wunderschön und die Lage ist einzigartig,“ sagt Carlos Tavares, der CEO der PSA-Gruppe und am Samstag in einem Lola T70 fuhr. „Ich fuhr bereits vor dreizig Jahren das Supertoruring Rennen auf der Paul Ricard Rennstrecke. Nach einer langen Pause freue ich mich, wieder hier in regelmäßigen Abständen sein zu dürfen. Zwei Tage Dix Mille Tours bietet einen eindrucksvollen Kontrast zu der Hektik an den beiden Tagen auf der Paris Motor Show!“

Neben der leidenschaftlich begeisterten Gentlemen-Drivern waren auch eine Handvoll professionelle Rennfahrer am Start, deren Fähigkeiten echte Spannung in die acht Rennen am Wochenende Programm brachte. Darunter Martin O‘ Connell, der heroische Doppel-Gewinner in CER 1 und CER 2; Jürgen Barth (1977 Sieger in Le Mans 24 Hours), Eric Hélary (Sieger 1993 in Le Mans 24 Stunden) und Nicolas Minassian , der noch immer in der FIA World Endurance Championship (WEC) Rennen siegreich teilnimmt. „Es ist eine große Freude, zwei so unterschiedliche Fahrzeuge wie den 1965 Lotus Elan und den 1989 Gruppe C Aston Martin zu fahren“ , sagte der Franzose aus Marseille kurz vor dem Start am Samstagabend vor dem Sechziger Jahre Langstreckenrennen. „Man besinnt sich zurück auf die Grundlagen in Bezug auf das Fahren, wie zum Beispiel die Ferse und Zehen Technik, Auskuppeln, etc.. Dies sind die Freuden die wir in modernen Rennwagen nicht mehr genießen können.“

Neben den Rennwagen, machten mehr als 500 Sammler Fahrzeuge aus allen Epochen und aller Marken –Sportwagen und Luxus-Fahrzeuge – das Event zu einem wahren Freilichtmuseum. Das Wetter, auch wenn es am Sonntag sonnig war, hatte einige Überraschungen für die Fahrer parat. So überraschte es am Samstag Morgen mit starkem Regen. Dies gab den frühen Proberunden und Rennen eine zusätzliche Würze und es kam zu einigen Drehern und ein paar Kontakten mit der Leitplanke! Alle Zuschauer durften die Boxengasse besuchen, ein immer seltener werdendes Privileg bei heutigen Rennen.
Während die Dix Mille Touren das letzte Rendezvous der Saison für die Gruppe C Rennen war, nehmen die anderen vier Gruppen in drei Wochen an der Peter Auto Imola Classic teil.