Malta Classic Grand Prix

Der Inselstaat Malta – etwas kleiner als die Stadt Bremen, einst britische Kolonie und für viele im Herbst ein Sehnsuchts-Ziel, denn hier scheint die Sonne etwas länger als anderswo. Der kleinste europäische Mitgliedsstaat Malta ist aber im Herbst auch Ziel von Oldtimer-Enthusiasten. Einmal im Jahr wird hier die Malta Classic organisiert.

Die Malta Classic, das ist ein Bergsprint, ein Grand Prix durch die Stadt Mdina im bergigen westlichen Zentrum der Insel Malta. Ergänzend flankiert ein Concours D´Elegance den sportlichen Teil der Veranstaltung.

Das lange Malta Classic Wochenende Anfang Oktober begann am Donnerstag mit dem Malta Classic Hill Climb. Auf einer abgesperrten Strecke wurde auf Zeit gefahren. Die Route führte entlang der Küstenstraße auf den Ta´Penellu. Von diesem kleinen Berg genießt man einen wunderbaren Blick auf das Mittelmeer. Sieger dieses Bergrennens wurde Michael Pace mit seinem Honda Civic von 1975.

Am Freitag fand der Concours D´Elegance statt. Die Patenschaft hatte die Mdina Glass Company übernommen und auch für die handgefertigten Glaspokale gesorgt, die die Sieger als Prämie bekamen. Aufgereiht zwischen den historischen Gebäuden der ehemaligen Hauptstadt Mdina, präsentierten sich zahlreiche Klassiker einem interessierten Publikum. Tausende Touristen und maltesische Einwohner bestaunten die Concours Fahrzeuge in sechs Klassen. Hier hatten auch Alltagsklassiker eine Chance auf eine Auszeichnung. Sieger „Best of Show“ wurde ein Jaguar E-Type Serie 1 von 1962. Den Preis „Popular Classic“ konnte die Besitzerin eines Volkswagen Käfers mit nach Hause nehmen. Ein Ford Anglia von 1948 erhielt den Preis für den unrestaurierten originalen Zustand. Den Preis für den schönsten Vorkriegsoldtimer ging an den Besitzer eines Delage CO2 Dual Cowl von 1922. Egon Hofer aus der Schweiz konnte mit seinem Ferrari 259 GT SWB von 1960 den Preis für das schönste Rennfahrzeug mit nach Hause nehmen.

Untergebracht waren viele der Teilnehmer im traditionsreichen Corinthia Palace Hotel, das zur Veranstaltung besonders günstig liegt. Hier war schon das Britische Königshaus bei der Einweihung zu Gast, als das herrschaftliche Gebäude von der Privatvilla in ein Hotel umgewandelt wurde.