Abschiedstreffen voller Überraschungen

Der Enzo & Dino Ferrari Circuit war am 22. und 23. Oktober der Schauplatz von Peter Autos’ Saisonabschluss 2016. Für die Fahrer die letzte Möglichkeit, sich vor der Winterpause bei fünf Rennserien von Pariser Veranstaltern ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu liefern. Und für einige noch eine Chance, notwendige Punkte für die allgemeine Wertung zu sammeln! Das freie Training, das Qualifying und die Rennen von Classic Endurance Racing 1 & 2, Sixties’ Endurance, Heritage Touring Cup, Trofeo Nastro Rosso und U2TC-Verbund fanden unter dem blauen Himmel der Emilia Romagna statt.

Für die Mehrzahl der Rennserien erwies sich der Saisonabschluss als entscheidend für die Titelvergabe, angefangen bei CER1, wo in der Proto-1-Kategorie Grants Tromans/Richard Meaden vor der italienischen Runde mit nur einem einzigen Punkt Vorsprung vor Martin O’Connell/Sandy Watson führten. Dank des Sieges am Wochenende konnten Tromans/Meaden den Vorsprung in der Gesamtwertung ausbauen und sich so den Titel sichern. In GT1 trennten vor dem letzten Rennen nur zwei Punkte das französische Paar Raymond Narac/Michel Lecourt von den Deutschen Ralf Kelleners/Detlef von der Lieck. Das Ergebnis war lange Zeit ungewiss, doch schließlich ging der Sieg an die Letztgenannten in ihrem De Tomaso Pantera. Die Franzosen in ihrem Porsche 911 RSR 3L waren geschlagen und das deutsche Duo hatte die Meisterschaft im letzten Rennen der Saison in der Tasche.

Bei CER 2 konnte Dominique Guénat den Vorsprung, den er vor der Ankunft in Imola hatte, nicht halten. Er beendete das Rennen nur als Zehnter, während Tony Sinclair als zweiter ins Ziel kam und somit Guénat in Proto 2 mit zwei Punkten Vorsprung die Führung in der Gesamtwertung entreißenkonnte! Yves Scemama, der vor Imola auch Chancen auf den Sieg hatte, wurde auf den vierten Platz zurückgeworfen und lag somit hinter Martin O’Connell, dem Sieger vom Sonntag. In GT2 reichte der dritte Platz von Peter Muelder/Patrick Simon, um die Trophäe in ihrer Kategorie zu ergattern, und Maurizio Fratti/Andrea Cabianca zu schlagen.

Auch im Heritage Touring Cup wurde das Leading Board komplett neu gemischt. Obwohl Yves Scemama vor Imola an die Spitze lag, musste er sich mit dem zweiten Platz der Gesamtwertung zufrieden geben, nachdem er im Rennen mit dem 20. Platz komplett unter seinen Möglichkeiten fuhr. Claude Boissy/Patrick Bourguignon nutzten die Chance und schnappten sich dank ihres zweiten Platzes in Imola den Sieg in der Gesamtwertung. Ben Gill, der Zweiter war, bevor er nach Italien kam, belegte den dritten Rang.

Auch bei den 45 Fahrzeugen der Sixties’ Endurance änderte sich einiges. Christian Dumolin/Christophe van Riet kamen als Favoriten auf den italienischen Kurs, wurden allerdings disqualifiziert und verpassten den Titel um einen Punkt! Andrew Beverley, dritter vor der letzten Runde, ereilte das gleiche Schicksal und verpasste die Top Three. Pierre-Alain France/Erwin France, zweite vor dem letzten Wochenende, fielen auf Rang 16 zurück. Der Titel ging schließlich an Thomas Studer, während Grants Tromans/Richard Meaden als Dritte in den 2016er Ratings abschlossen.

Last but not least gewann Lukas Halusa in seinem Ferrari 250 GT Breadvan beide Rennen in der Trofeo Nastro Rosso auf dem Enzo & Dino Ferrari Ring und unterstrich abermals seine Dominanz nach dem Titel in der Dix Mille Tours.

Zur Erinnerung: Der Titel in der Gruppe C Racing, deren Saisonabschluss schon Anfang Oktober stattfand, ging an Eric De Doncker. Auf Wiedersehen im Jahr 2017 in einer neuen Saison mit historischen Rennen und Veranstaltungsorten!