SEMA Show – Auto-Tuning in Sin-City

 

Die Messe ist nur für Fachleute – und trotzdem war die SEMA-Show in Las Vegas zum Platzen voll. SEMA steht für Specialty Equipment Market Association und was dann für Tuning-Fans geboten wird ist sogar für die protzgewohnten Las-Vegas-Liebhaber erstaunlich.

 

Anfang November bringen die Autohersteller ihre heißesten Teile in die Wüste nach Nevada, die SEMA zeigt 2.500 neue Produkte, Komponenten und Werkzeuge auf 40.000 qm. Platz genug für 1.500 Autos, 2.400 Aussteller und 140.000 Besucher verteilt über vier Tage – die vielen Tuning-Fans ohne Karte, die sich auf dem Messegelände tummelten, nicht mitgezählt.

 

War die SEMA anfangs ein Festival für Tuner und Zulieferer, so erkannten in den letzten Jahren auch die großen Hersteller die Relevanz der Messe. 2016 waren Ford, Chevrolet, Dodge, Jeep, Chrysler, Ram, Toxota, Lexus, Hyundai, Kia, Mazda, BMW, Mini und Honda vertreten. Erstens um zu zeigen, wie anpassungsfähig ihre Fahrzeuge sind und zweitens zu zeigen, wie kreativ auch die hauseigenen Designer sein können.

 

Für die großen Drei – Ford, General Motors und Fiat Chrysler Group – ist die Show unglaublich wichtig. Alle drei bieten eine umfangreiche Teileauswahl, nicht nur was die Modifikation von aktuellen Fahrzeugen betrifft, das Geschäft läuft auch bei älteren Modellen. Mopar, der firmeneigene Teile- und Zubehörhandel von Fiat Chrysler, nutzte SEMA für die Einführung der neuen „Plug-and-Play“ Hemi-crate Engines ein, ein 5,7- oder 6,4-Liter-V8 mit elektrischer Verkabelung für jedes Modell von Dodge, Jeep oder Chrysler – Oldtimer oder Neufahrzeug.

 

Chevrolet launcht auf der Show jedes Jahr seinen jährlichen Teile-Katalog, in dem man jedes Teil, das man auf Autos schrauben kann erhält. Für Marken wie Hyundai und Kia ist die Messe eine Chance, ihre kreative Seite zu zeigen und potenzielle Käufer zu inspirieren, ihre Sonderwünsche zu verwirklichen.

 

Ein Tuning-Highlight jagte das andere. Ein Kia Sorento, umgebaut zur Pistenraupe, ein Toyota Land Speed Cruiser, der auf eine Höchstgeschwindigkeit von 354 km/h kommt. Ein Hyundai Santa Fe mit 1.400 PS, der brandgefährliche Dodge Challenger, der Ford F150 Raptor im Tuning-Look, der Ford Mustang GT4 für die Rennstrecke, und und und .

 

Selbst wenn man vier Tage auf der SEMA war – alles hat man dann immer noch nicht gesehen. Aber da gibt es ja noch die berühmte After-Show, an der sich auch die erfreuen können, die als Nicht-Fachbesucher keine der begehrten Eintrittskarten bekommen konnten. Am Ende der Messen kommen die getunten Prachtstücke aus den Hallen gefahren. Nicht nur dafür lohnt sich ein Trip nach Las Vegas …