Heißer Bieterstreit um 1957er Porsche

Die Spannung bei der Hilton Head Island Auction America Auktion war groß, als der aquamarinblaue Porsche 356A 1600 Speedster von 1957 aufgerufen wurde. Dieser Porsche wurde erst kürzlich nach 40 Jahren aus einer Garage bei Chicago wieder ans Tageslicht gezogen. Das Fahrzeug ist aus Erstbesitz. Der Eigentümer aus Hoopeston, Illinois hatte den Porsche im Mai 1957 für 3.502 Dollar gekauft. Er fuhr den Porsche bis 1975, allerdings nur bei bestem Wetter im Sommer. Der Wagen wurde immer wieder auf Porsche Club of America Events gesehen, vor allem bei Veranstaltungen an Rennstrecken. Doch der Besitzer brachte den Porsche selbst nie auf die Rennstrecke. Bei seinen Ausfahrten kamen rund 25-Tausend Meilen auf den Tacho. In den harten Wintern, die in der Region rund um Chicago herrschen, wurde der Porsche in die Garage gestellt. 1975 musste er den Porsche endgültig abstellen – aus gesundheitlichen Gründen. Die Jahre vergingen und die Garage wurde zur Zeitkapsel. Abgedeckt und mit geschlossenem Dach blieb auch das Interieur des Porsche perfekt erhalten. Bis auf das Batteriefach ist der Porsche Rostfrei. Alle Teile sind original erhalten und das gesamte Fahrzeug hat eine wunderbare Patina. Vor fünf Jahren verstarb der Erstbesitzer und ein Freund konnte den Porsche erwerben. Alle Papiere lagen in dem Fahrzeug.

Geschätzt wurde der Porsche auf 200.000 bis 250.000 Dollar. Nach einem heißen Bieterstreit erwarb der neue Besitzer das Porsche Cabriolet für 605.000 Dollar (rund 570,000 Euro). Bleibt zu hoffen, dass der neue Besitzer die Patina und die Urspünglichkeit der Originalität erhält.

Neben dem Porsche 356A kam es aber während der Auktion noch zu weiteren Überraschungen. Eine werksoriginale AC Shelby 427 Cobra, Baujahr 1967 mit allen Zertifikaten wurde für 726.000 Dollar versteigert und ein Maserati 3500 GT von 1960 erreichte ein Gebot von 222.750 Dollar.