25 Jahre McLaren F1

Für viele Automobil-Enthusiasten war der McLaren F1 aus den 90ern nicht nur ein Auto, er war ein Mythos, eine Zukunftsvision oder sogar der heilige Gral der Supercars. Denn bevor der MacLaren F1 1992 auf den Markt kam, gab es nichts Vergleichbares. Drei Sitze – der Fahrer sitzt in der Mitte – ein bis heute seltsam anmutendes Fahrgefühl. Der Motorraum mit dem bei BMW gefertigten V12 Motor ist mit vergoldeten Hitzeschildern ausgestattet, um die Hitze besser abzuleiten. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei knapp über 400 km/h. Diese Spitzengeschwindigkeit für einen Straßenzugelassenen Sportwagen wurde erst 2005 vom Bugatti Veyron geschlagen. Damaliger Preis für den Super Boliden – eine Million Dollar. Und heute? Bezahlt man für den Boliden ca. 20 Millionen Dollar.

Bruce McLaren wollte einen straßentauglichen Sportwagen mit Renntechnik konstruieren. Die Pläne wurden allerdings wieder fallen gelassen, nachdem Bruce McLaren bei einer Testfahrt in den siebziger Jahren ums Leben kam. Achtzehn Jahre später nahm Gordon Murray, Technischer Direktor bei McLaren, diese Pläne wieder auf und arbeitete an einen Supersportwagen, den so keiner jemals zuvor gesehen hatte.

Das ursprüngliche Design des McLaren F1 stammt aus der Feder von Gordon Murray. Das endgültige Design wurde allerdings später von Peter Stevens entworfen. Der F1 hatte mehrere technische Innovationen. Der Fahrersitz wurde in die Mitte des Fahrzeugs und leicht nach vorne gesetzt. Dies bietet dem Fahrer die optimalste Übersicht. Die Karosserie ist im Hinblick auf die Aerodynamik perfekt ausgearbeitet und teilweise fortschrittlicher als bei manchen heutigen Supersportwagen.

Es war der erste Supersportwagen, dessen Monocoque-Karosserie komplett aus Karbonfaser gefertigt wurde. Dies machte ihn extrem stabil und ebenso leicht. Murray verzichtete auf Turbolader, Airbags, Servo-Lenkung und Anti Blockier System, denn diese hätten unnötiges Gewicht bedeutet. Und dennoch schafft er einen Sportwagen, der alle anderen Super-Sportwagen seiner Zeit weit hinter sich ließ. Galt bis dahin der Jaguar XJ220 als schnellstes Serienfahrzeug der Welt, konnte der McLaren 1998 diesen Titel für sich holen.
In der Mitte des McLaren F1 wirkt ein BMW S70/2 6.1 Liter V12 Motor mit 627 PS. Der Verbrauch liegt durchschnittlich bei etwa 15 Litern. In jedem Fahrzeug wurden etwa 16 Gramm Gold für die vergoldeten Hitzeschilder im Motorraum verwendet. Die Kraft wird über ein sechs Gang Getriebe auf die Räder übertragen.
Zwischen 1992 und 1998 wurden insgesamt 106 Exemplare des McLaren F1 gebaut, teilweise mit den unterschiedlichsten Karosserie-Aufbauten.