Sahara Challenge

Ein Augenschmaus – selbst wenn man sie nicht live miterlebt hat – ist die Sahara Challenge der ERA (Endurance Rally Association). Im Herbst 2015 machten sich 40 Teilnehmer auf, um dieses gewaltige Abenteuer mit klassischen Automobilen zu bestehen. Zehn Tage dauerte die Tour. Gestartet wurde im spanischen Toledo. Über einsame Straßen führte der Weg bis in die maurische Stadt Cordoba. Am nächsten Tag ließen die Automobilisten die Hügel Andalusiens hinter sich und setzten über nach von Gibraltar nach Tanger.
Eine neue Welt voller Düfte, Klänge und Sehenswürdigkeiten erwartete die Teams im Maghreb. Es ist eine atemberaubende Landschaft voller Gegensätze. Scheinbar unendliche Weiten mit wirklich einsamen Straßen wechseln sich ab mit quirligen Marktstädten wie Fes. In der Gegend von Ifane passieren die Fahrer alpine Bergwelten und spektakuläre Schluchten wie die von Todra. Still und flirrend heiß ist es in den bis zu 150 Meter hohen Dünen des Erg Chebbi bevor endlich das Ziel Marrakesch erreicht wird.
Auf dem Jaama el-Fna-Platz in Marrakesch tost das Leben: Menschen, Küchen, Kaffees, Markt und Treffpunkt der Stadt. Hier trafen nach zehn Tagen Rallye die Helden der Sahara Endurance 2015 ein. Die ersten drei, die einfuhren trennte nur ein 20 Sekunden Abstand voneinander. In der Classic Kategorie (Fahrzeuge mit Baujahr vor 1975) fuhren Gianmaria Aghem und Rossella Conti im 1971 Lancia Fulvia Coupé auf den ersten Platz. Den zweiten Platz belegte in dieser Klasse Mike Velasco und Peter St George im 1971 Mercedes-Benz 280S mit wenigen Sekunden Vorsprung in der Gesamtzeit vor Ludovic Bois und Julia Colman im zuverlässigen Volvo Amazon.
In der Vintage Klasse (Baujahre vor 1941) siegten die erfahrenen Rallye-Experten Bill Cleyndert und sein Navigator Jacqui Norman, die im 1928 Ford Model A Speedster unterwegs waren. Jean Steinhauser und Anne Steinhauser-Collard schafften mit ihrem 1937 Bentley Derby Open Tourer Platz zwei. Im 1927 Bentley 4,5-Litre Le Mans fuhren Keith und Nora Ashworth auf Platz drei.
Der Klassensieg für Fahrzeuge der Baujahre 1920-1931 ging an Charles und Sophie Stuart-Menteth im 1925 Vauxhall 30/98. Für Fahrzeuge der Baujahre 1932-1941 wurden Joe Robillard und Matt Peckham im Chevrolet Coupe ausgezeichnet.
Bei den Klassikern bis 2 Liter (1942-1975) ging der Sieg an Nigel Bauer und Stephen Lovell im Ford Escort Mexico Mark 1. In der „Über 2 Liter Kategorie“ (1942-1975) sicherten sich Edmund Peel und Sara MacDonald im Porsche 911 ein Plätzchen auf dem Treppchen.
Weitere Infos: EnduroRally.com.
Anmerkung: Die sensationellen Fotos von Gerard Brown kann man auch käuflich erwerben. http://www.gerardbrown.co.uk/