Mit dem Oldtimer seit 17 Jahren auf Weltreise

Mit ihrem Graham Paige Oldtimer aus dem Jahr 1928 reiste die Zapp-Family 230.000 Kilometer durch 24 Länder. Aufgebrochen sind Herman und Cande Zapp, zu ihrer ersten Alaska-Reise um sich einen Jugendtraum zu erfüllen. Es dauerte nicht lange und vier (!) Kinder reisten auf der Rücksitzbank mit. „Atrapa tu Sueno”, „Spark your Life” (Starte deinen Traum) heißt das Credo, mit dem die Argentinier auch ihren Lebensunterhalt verdienen. In Südamerika ist ihr Buch ein Besteller. Eine Geschichte irgendwo zwischen Wahnsinn und Leidenschaft. Bereits seit 2011 begleitet Classic-Car.TV diese außergewöhnliche Familie.

Argentina, Chile, Bolivia, Peru, Ecuador, Brazil, Venezuela, Trinidad and Tobago, Colombia, Panama, Costa Rica, Nicaragua, El Salvador, Honduras, Guatemala, Belize, Mexico, USA, Canada, Australia, New Zealand, Korea, Japan and The Philippines, Tibet und die Chinesische Mauer … auf 300.000 Kilometer bringen es Herman und Calendaria Zapp inzwischen. Seit genau 17 Jahren (am 25. Januar war Jahrestag) reisen sie um die Welt in einem Oldtimer aus dem Jahr 1928. Der Graham Paige galt schon zu Zeiten, als er noch produziert wurde, als besonders strapazierfähig und zuverlässig, sicherlich hätte man seinerzeit von diesen Touren für das Fahrzeug abgeraten.

Dabei war Herman Zapp nicht wirklich Oldtimer-Freund, als er den Wagen das erste Mal sah. Herman Zapp erzählt: “Mein Großvater hatte mir immer gesagt: Wenn du weit kommen willst, musst du langsam gehen.‘ Das ging mir durch den Kopf, als ich den Graham Paige zum ersten Mal sah. Vier Monate, bevor unsere große Reise nach Alaska losgehen sollte, kam ein alter Mann zu mir und bot mir seinen Wagen an. Nach einigem Zögern ließ ich mich überreden ihn wenigstens anzuschauen, denn eigentlich wollten wir unseren Traum von einer Weltreise als Rucksack-Touristen verwirklichen. Ich hatte keine Ahnung von Oldtimern, kannte mich mit Pferden, Traktoren und mit Trucks aus. Mechanik ist für mich ein Fremdwort und bis heute mag ich es nicht wirklich. Aber mit diesem Auto war alles anders. Ich fühlte plötzlich etwas. Ich habe nichts mehr gedacht, sondern nur noch auf meinen Bauch gehört. Und es war wie immer, wenn ich auf mein Gefühl und mein Herz höre bin ich auf dem richtigen Weg.“

Unterwegs wurde der Oldtimer abenteuerlich auf Flöße, Schiffe und Kufen geschnallt – aber er hält durch. „Repariert werden musste er schon oft“, so Herman Zapp, „aber er hat uns nie im Niemandsland verlassen. Immer war der richtige Mechaniker am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Der Wagen ist so einfach – keine Computer, kein Schnickschnack, nur Grundlegendes. Und bisher mussten wir nur ein einziges Mal bezahlen.“

Auf der langen abenteuerlichen Reise wurden die vier Kinder geboren. Sohn Pampa in Greensboro, North Carolina, Tehue in Patagonia, Argentina, Paloma in Vancouver Island und Töchterchen Wallaby… in Australien, Newport Beach. Jetzt will die Familie die Weltreise beenden. Schließlich wird der älteste Sohn Pampa bereits sechszehn Jahre alt.
Derzeit ist Familie Zapp mit Ihrem Oldtimer in Spanien unterwegs.

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