Genfer Automobilsalon

Traditionell eröffnet der Genfer Automobilsalon alljährlich die Serie der Neuwagen-Präsentationen in Europa. Die Szene trifft sich und tauscht sich aus. Spektakuläre Konzepte werden vorgestellt und manch ein neues Modell hat hier seine Weltpremiere. Wir werfen einen Blick auf die Vielfalt der neuen Supercars, die auf der Messe ihr Stelldichein gaben.

Aston Martin Valkyrie
Der Name Valkyrie (zu Deutsch Walküre) entstammt der nordischen Mythologie und bezieht sich auf die totkündenden Geistwesen der Schlachtfelder. Wahrscheinlich bezieht sich der Name aber eher auf die monströsen 900 PS, die der 900 Kilogramm leichte Aston Martin auf die Straße bringt, die so manchen Mitstreiter das Fürchten lehren wird. Der Valkyrie ist ein Partnerschaft zwischen Aston Martin und dem Formel 1 Team von Red Bull. Der Kraftprotz soll durch einen V12 Motor mit Formel 1 Technik angetrieben werden. Geplant sind 150 Einzelstücke von denen 25 für den Rennsport eingesetzt werden sollen, zum Beispiel in Le Mans. Preis dieses Hyperboliden – ca. 3 Millionen Euro.

Eadon Green Black Cullin
Sein Design ist laut Hersteller Eadon Green durch den Alfa Romeo 8C 2900 aus den 30er Jahren inspiriert. Und es stimmt. Die Form des Eadon Green Black Cullin erinnert stark an die klassischen Formen. Auch im Innenraum mutet der britische Eadon Green eher klassisch an. Alcantara-Leder und Holz-Armaturenbrett erinnern an frühe britische automobile Eleganz. Zudem zeigt sich der Brite auch sportlich. Angetrieben wird er durch ein V12 Motor und erreicht ein Spitzengeschwindigkeit von rund 275 km/h.

David Brown Automotive Speedback GT
Sein Preis ist wesentlich höher als der Preis für einen klassischen Aston Martin DB5. Das Design hält sich puristisch an die klassischen Formen des legendären DB5 und jeder Kenner weiß, dass die Initialen DB eben genau für David Brown stehen, jenem Genie, dass einst die Marke Aston Martin groß gemacht hat. Eine direkte Verbindung zu Aston Martin besteht jedoch nicht. Der Speedback basiert auf einem Jaguar XK und ist mit einem 5 Liter V8 Motor mit rund 510 PS ausgestattet. Die Produktion soll auf 100 Exemplare limitiert werden. Der Preis: ca. 450.000 Dollar.

Ferrari 812 Superfast
Zum 70-jährigen Firmen-Jubiläum von Ferrari war der Mittelpunkt auf dem Stand der italienischen Edelschmiede der Ferrari 812 Superfast. Seit Anbeginn der Firmengründung baute Ferrari ausschließlich Supersportwagen mit V12 Motor. Und so ist auch der Superfast wieder mit einem 6,5 Liter V12 Motor ausgestattet. Zum 70. Jubiläum gibt es auch einen neue Farbe: Rosso 70 Anni.

ItalDesign Zerouno
Das italienische Design Studio ItalDesign Giugiaro gehört mittlerweile zur Audi AG. Auf dem Genfer Automobilsalon stellte ItalDesign unter dem Markennamen Automobili Speciali den Zerouno vor, einem 610 PS starken Boliden der in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprintet.

Kahn Vengeance Volante
Auch bei dem von Afzal Kahn gezeichneten Vengeance lassen sich klassische Züge erkennen. Das Cabriolet ist stark an die Aston Martin Designs der 80er Jahre angelehnt. Der Vengeance Volante basiert auf dem Chassis und der Technik des Aston Martin DB9. Daher wirkt unter der Motorhaube auch das leistungsstarke 5,9 Liter V12 Aggregat des Aston Martins und produziert ganze 512 PS. Auch dieser britische Sportler aus der Kahn Edelschmiede wird limitiert die Fertigung verlassen.

Königsegg Regera
Koenigsegg setzt auf das Konzept eines Hybrid-Hypersportcars. Das Ergebnis lässt sich sehen. Ein Supersportler mit einem V8 Kraftstoffmotor (670 PS) und drei Elektromotoren. Insgesamt bringt diese Kombination den Regera auf 1500 PS Systemleistung. Von 0 auf 300 km/h sprintet der Regera in zehn Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit soll über 400 km/h liegen. Erstmals werden die Elektromotoren in einem Fahrzeug mit 800 Volt betrieben. Die insgesamt 2000 Newtonmeter des schwedischen Rennsportlers werden über ein Direct Drive Concept auf die Hinterachse gebracht.

Lamborghini Aventador S
Der neue Aventador S ist vor allem durch sein Facelift geprägt. Das Heck und die seitlichen hinteren Radläufe erinnern stark an den Lamborghini Countach. Die Front ist etwas verlängert und wirkt aggressiver. Die Leistung des Aventador S wurde auf 740 PS gesteigert. Die Fahreigenschaften wurden durch den Vier Rad Antrieb wesentlich verbessert.

McLaren 720S
Neue besser abgestimmte Aerodynamik und mehr PS, das sind die Schlagworte zum neuen McLaren 720S. Wie die Initialen bereits zu erkennen geben, hat der Nachfolger des 620S nun eine Leistung von 720 PS. Er soll die Spitze der Super Series Baureihe bilden und in den nächsten 5 Jahren soll es weitere 15 Modelle geben. Darunter elektrifizierte Modell und auch ein Cabriolet. Durch sogenannte Air Ducts soll der Fahrtwind über Kanäle in geordnete Bahnen rund um das Fahrzeug geleitet werden und optimiert somit den Luftwiderstand. Der McLaren 720S erhält somit 30 Prozent mehr Abtrieb. Ein in drei Stufen verstellbarer Heckspoiler verstellt sich je nach Fahrsituation. Dadurch erhält der 720S eine erhöhte Agilität und eine perfekte Straßenlage.

Pagani Huarya Roadster
Sieben Jahre hat sich Pagani Zeit gelassen. Nun stellte das Unternehmen den Huarya Roadster auf dem Genfer Automobilsalon vor. Angetrieben wird der offene Roadster durch ein V12 Biturbo Mercedes Benz AMG Aggregat mit 746 PS und 1000 Newtonmeter. Der Sportwagen erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von rund 300 km/h. Geschlossen wird der offene Sportler durch ein Notfall Stoffdach oder aber auch ein Carbon Hardtop, das allerdings nicht im Fahrzeug untergebracht werden kann. Laut Hersteller sind die 100 Cabriolets des italienischen Herstellers aus San Cesario sul Panamo bereits ausverkauft. Vielleicht werden ja noch welche auferlegt.

Pininfarina EF7 Fittibaldi
Der brasilianische Formel 1 Rennfahrer Emerson Fittipaldi hatte stets den Traum, einen Sportwagen mit beeindruckenden Rennsporteigenschaften zu bauen. Nun ist es soweit und das italienische Designstudio Pininfarina und der deutsche Automobilhersteller HWA AG enthüllten die Gemeinschaftsproduktion auf dem Genfer Automobilsalon. Fittipaldi schwebte ein Sportwagen vor, der dem Fahrer die Emotionen, das Adrenalin und die Euphorie eines Rennwagens vermittelt. Angetrieben wird der EF7 Grand Tourismo durch einen leistungsstarken V8 Motor. Die Karosserie ist aus Kohlefaser geformt, ebenso wie das Chassis. Der limitierte EF7 wird unter der Marke Fittipaldi verkauft.

Porsche GT3
Mit einem neuen Facelift erfreute Porsche die Fans des klassisch puristischen Porsche 911. Es wird den GT3 auch wieder als Schalter geben und die Leistung wurde von 475 PS auf 500 PS erhöht. Die Heck- und Frontschürze wurden leicht modifiziert und gewähren dem Porsche GT3 nun einen fast 20 prozentig besseren Abtrieb. Am Heck ist der Carbon Heckspoiler mit künftig schwarzen Seitenleitblättern angebracht. Den 100 km/h Sprint bewältigt der Zuffenhausener in 3,9 Sekunden. Seine Spitzengeschwindigkeit liegt bei 320 km/h.

Sbarro Mojave Roadster
Beim ersten Anblick denkt man an einen modernen Hot Rod. Doch der Mojave Roadster ist eine Design Studie der Designstudenten der Schweizer Ecole Sbarro Montbèliard, unter der Leitung des Designers Franco Sbarro.

Scuderia Cameron Glickenhaus SCG 003C
Die italienische Automobil Schmiede Scuderia Cameron Glickenhaus tritt den offenen Kampf gegen Koenigsegg und den Aston Marin Valkyrie an. Mit dem SCG 003C soll dies gelingen. Laut Hersteller „das schnellste Fahrzeug das jemals auf der Nürburgring Nordschleife unterwegs war“. Bereits optisch will der SCG 003 durch seine Form überzeugen. Die tropfenförmige Grundform wird durch etliche Spoiler und Leitwerke verfeinert. Der Hypersportwagen basiert auf einem Ferrari. Angetrieben wird das Leichtgewicht durch ein 4,4 Liter V8 Bi-Turbo Motor mit einer Leistung von 800 PS bei 7000 U/min.

Sin
Den Sin gibt es in drei verschiedenen Leistungsstufen, 440 PS, 512 PS und 650 PS. Dies erreicht der Hersteller Sin Cars durch die Implementierung verschiedener Chevrolet Aggregate.

Spyker C8 Preliator Spider
Der niederländische Automobilhersteller Spyker stellte bereits 2016 das Preliator Coupé vor. Dieses Jahr zeigte Spyker nun das Preliator Cabriolet. Leistungstechnisch beweist dieser neue Sportler eine absolute Neuigkeit. Wurden bisher die Spyker Modelle mit einem Audi Aggregat ausgestattet, trägt der Neue nun ein Koenigsegg 5 Liter V8 Saugmotor mit ganzen 600 PS. Damit erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 320 km/h.

Tata Tamo Racemo
Wenn Sie diesen indischen Sportler bei uns fahren wollen, müssen Sie sich das Spielekonsolen Spiel Forza Horizon 3 kaufen, denn den Tata Racemo wird es bei uns nicht geben. Die 1000 gebauten Exemplare wird man nur in Indien kaufen können. Der knapp 380 Millimeter lange Sportwagen mit einer Leistung von 190 PS wird es auch nicht mit den Hypersportcars auf sich nehmen können, doch hat er eine Besonderheit. Tata bezeichnet ihn als „phygitales“ Fahrzeug, in dem die digitalen Welten mit dem realen Fahrzeug verschmelzen. Ein Sportwagen für reine Technik Nerds. Am Armaturenbrett drei Monitore als Anzeigen, Vollvernetzung, Navi und Live Updates per Microsoft Technik. Der indische Sportler wurde in Italien designed. Angetrieben wird der kleine 900 Kilogramm leichte Sportwagen durch einen Dreizylinder Motor mit 210 Newtonmeter bei 2500 U/min. Den Sprint auf 100 km/h schafft der indische Bolide in 10 Sekunden.

Techrules GT96
Ein Hypersportwagen mit drei Passagiersitzen und 1000 PS präsentierte Techrules. Die drei Sitze sind nebeneinander angeordnet und wie einst bei McLaren sitzt der Fahrer in der Mitte. Dies ermöglicht eine ausgewogene Gewichtsverteilung. Der GT 96 ist ein reines Elektrofahrzeug mit einer versprochenen Reichweite von 2000 Kilometer, wobei 700 Kilometer rein elektrisch möglich sind und der Rest mit einem Dieselaggregat erreicht wird. Die vier Elektromotoren wirken jeweils an allen vier Rädern. 80% der Ladekapazität sollen in 15 Minuten erreicht sein. Ende 2017 sollen erst einmal 25 Exemplare des Techrules GT96 gebaut werden.

Artego Scalo Superelletra
Mit einem Wortspiel stellt das in Paderborn ansässige Unternehmen Artega den neuen rein elektrisch angetriebenen Superelletra vor. Die Karosserie wurde bei Touring Superleggera entworfen und daher spielt Artego mit dem Namen und nannte den Sportler ganz einfach Superelletra (Leggera = Leicht; elletrica= elektrisch). Auch hier sitzt der Fahrer in der Mitte des Fahrzeugs und zwei Passagiere rechts und links von ihm. Vier E-Motoren leisten rund 1020 PS und bringen den Sportwagen auf eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Die Reichweite ist mit 500 Kilometern angegeben. Vom Scalo Superelletra sollen rund 50 Exemplare gebaut werden.

Vanda Dendrobium
Das Hypercar mit dem Namen Dendrobium – benannt nach einer Orchideen Gattung aus den tropischen und subtropischen Gebieten Ost Asiens – wird in Singapore gebaut. Es ist der allererste Hyper-Sportwagen der in diesem asiatischen Raum entwickelt und gebaut wird. Der Dendrobium bezieht bewusst alle Elemente einer Orchideen Blüte mit in die Form des Fahrzeugs ein. Linien und Formen erzeugen ein Spiel aus Licht und Schatten. Die Baumaterialien Kohlefaser, Aluminium und Glas verstärken dabei die entstehende Ästhetik aus Linien und Kurven, die dem Dendrobium einen bissigen und ehrfürchtigen Eindruck vermitteln. Zwar schweigen sich die Konstrukteure noch über Leistungsdaten aus, aber auf eine kraftvolle Performance des als elektrischen Antrieb konzipierten Aggregats darf man sich gefasst machen, denn der größte Teil der Technik wird bei Williams Advanced Engineering entwickelt, der bekannten F1 Rennschmiede.

Zenvo TS1 GT
Der dänische Hersteller stellt zu seinem zehnjährigen Jubiläum den Zenvo TS1 GT vor. Angetrieben wird er durch einen 5,8 Liter V8 Motor mit Doppel Kompressor. Die Leistung wird mit 1163 PS beziffert. Für die Rennstrecke wir es später noch den Zenvo TSR geben